Dr. Oetker/Albert Schweitzer Stiftung

Bezug von Hühnerfleisch aus besserer Tierhaltung

Hähnchenfleisch, das bei Dr. Oetker verarbeitet wird, soll ab 2026 nur noch aus Ställen stammen, die der Europäischen Masthuhnforderung entsprechen.
pixabay.com
Hähnchenfleisch, das bei Dr. Oetker verarbeitet wird, soll ab 2026 nur noch aus Ställen stammen, die der Europäischen Masthuhnforderung entsprechen.

Der Bielefelder Dr.-Oetker-Konzern hat angekündigt, seinen Bezug von Hühnerfleisch bis 2026 vollständig auf strengere Standards umzustellen. Die öffentliche Erklärung geht auf einen intensiven Austausch mit der Albert Schweitzer Stiftung für unsere Mitwelt zurück. Die Stiftung hofft auf möglichst viele Nachahmer in der Lebensmittelindustrie.

"Wir freuen uns über diesen wichtigen Schritt", sagt Mahi Klosterhalfen, Geschäftsführer der Albert Schweitzer Stiftung. "Das führt zu weiterer Bewegung in der Branche und wird dazu beitragen, dass andere Unternehmen dem Beispiel von Dr. Oetker folgen werden."

Dr. Oetker hat beschlossen, seine 2016 eingeführten Maßnahmen für höhere Tierschutzstandards konsequent weiter zu verfolgen. Bis spätestens 2026 soll der Bezug von Hühnerfleisch für seine Produktion in Europa von bislang 20 Prozent vollständig auf höhere Standards umgestellt werden. Ab dann wird Dr. Oetker nur noch Hühnerfleisch einkaufen, das den Kriterien der Europäischen Masthuhn-Forderung entspricht.

Verschiedene Standards angleichen

In den Niederlanden bezieht Dr. Oetker bereits heute für Produkte wie die Pizza "Ristorante Pollo" das Hühnerfleisch von Erzeugern, die den Beter-Leven-Standard erfüllen. Dieses vom Unternehmen als Leitlinie festgelegte Tierschutzprogramm geht in einzelnen Bestimmungen wie Besatzdichte, Auslauf sowie Aufzuchtdauer sogar über die bisherigen Kriterien der Europäischen Masthuhn-Forderung hinaus. In anderen Punkten setzt sich Dr. Oetker für eine Angleichung dieser und weiterer Standards ein, so die Informationen von Dr. Oetker und der Albert Schweitzer Stiftung. Dadurch sollen Züchter und Betriebe die Standards leichter umsetzen können.

stats