Fleischindustrie

Tönnies darf wieder schlachten

Kostet das Teilen im sozialen Netzwerk den Job? Das Video aus der Kantine des Tönnies-Schlachtbetriebs führt zu einem Arbeitsgerichtsprozess.
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Kostet das Teilen im sozialen Netzwerk den Job? Das Video aus der Kantine des Tönnies-Schlachtbetriebs führt zu einem Arbeitsgerichtsprozess.

Die Stadt Rheda-Wiedenbrück hat die Unternehmensgruppe darüber informiert, dass sie ab 16.07.2020 wieder mit der schrittweisen Aufnahme der Schlachtung beginnen darf.

Auf Twitter meldet dass Unternehmen: "Wir werden daher früh in einer Schicht die Schlachtung wieder aufnehmen und unter den neuen Auflagen des Hygienekonzepts produzieren." Kürzlich sorgte der Fleischfabrikant Clemens Tönnies und einige Subunternehmer für Aufregung, weil er Anträge auf Erstattung von Lohnkosten für die Zeit der Corona-Quarantäne stellte. Damit löste Tönnies heftigen Gegenwind aus. Debattiert wird nun sogar über eine mögliche HaftstrafeZuvor geriet der Milliardär mit seinem Schlachtbetrieb wochenlang in die Schlagzeilen. Mehr als 1.300 Menschen hatten sich infiziert. Tönnies reagierte daraufhin mit der Übernahme der Kosten für einen freiwilligen Coronatest im Landkreis Gütersloh. Die Staatsanwaltschaft Bielefeld ermittelt wegen des Anfangsverdachts der fahrlässigen Körperverletzung und Verstoßes gegen das Infektionsschutzgesetz. Ministerpräsident Armin Laschet nannte den Ausbrauch das "größte, bisher nie dagewesene Infektionsgeschehen in NRW". In der Folge trat Tönnies auch vom Aufsichtsratsvorsitz des Bundesligisten Schalke 04 zurück. 

Tönnies Gruppe
Mehr als 7 Milliarden Euro erwirtschaftete Tönnies in 2019 als Deutschlands größter Schlachtbetrieb und ist weltweit die Nummer vier der Branche. 16.000 Angestellte arbeiten an den 29 Produktions- und 19 Vertriebsstandorten in Deutschland und weltweit.


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