Frischpack unter Top 100

Effiziente Prozesse sparen Ressourcen


Marian Heinz (re.), Vorsitzender der Geschäftsführung von Frischpack, nahm gemeinsam mit seinem Geschäftsführungskollegen Horst Luchtefeld (li.) in Frankfurt die Trophäe von Wissenschaftsjournalist Ranga Yogeshwar entgegen.
Compamedia
Marian Heinz (re.), Vorsitzender der Geschäftsführung von Frischpack, nahm gemeinsam mit seinem Geschäftsführungskollegen Horst Luchtefeld (li.) in Frankfurt die Trophäe von Wissenschaftsjournalist Ranga Yogeshwar entgegen.

Um Ressourcen zu schonen und die Kundenzufriedenheit zu erhöhen hat Käsespezialist Frischpack ein System entwickelt, das die Prozessdaten seiner Maschinen nutzbar macht. Die Innovation schaffte es unter die Top 100 beim 26. Innovationswettbewerb von Compamedia. Die Preisverleihung fand am 28. Juni in der Jahrhunderthalle in Frankfurt am Main statt.

Der Wettbewerb Top 100 ehrt seit 25 Jahren innovative Unternehmen des deutschen Mittelstands. Marian Heinz, Vorsitzender der Geschäftsführung von Frischpack, nahm gemeinsam mit seinem Geschäftsführungskollegen Horst Luchtefeld die Trophäe von Wettbewerbsmentor Ranga Yogeshwar entgegen. In dem unabhängigen Auswahlverfahren überzeugte Frischpack in der Kategorie Innovative Prozesse und Organisation. Weitere Kategorien sind, Innovationsklima, Außenorientierung / Open Innovation, Innovationsförderndes Top-Management und Innovationserfolg. "Wir sind stolz darauf, diesen Preis stellvertretend für unser Unternehmen zu erhalten und danken unseren engagierten Mitarbeitern", kommentiert Marian Heinz.

TOP 100: der Wettbewerb
Seit 1993 vergibt Compamedia das Top-100-Siegel für besondere Innovationskraft und überdurchschnittliche Innovationserfolge an mittelständische Unternehmen. Wissenschaftlicher Leiter ist seit 2002 Prof. Dr. Nikolaus Franke. Er ist Gründer und Vorstand des Instituts für Entrepreneurship und Innovation der Wirtschaftsuniversität Wien. Mentor von Top 100 ist der Wissenschaftsjournalist Ranga Yogeshwar. Die Fraunhofer-Gesellschaft zur Förderung der angewandten Forschung und der Bundesverband mittelständische Wirtschaft (BVMW) sind Projektpartner. Als Medienpartner begleiten den Unternehmensvergleich Manager Magazin, Impulse und W&V.

Rohstoffverluste vermeiden

Eingereicht hatte Frischpack sein innovatives System zur Maschinendatenerfassung. Seit zwei Jahren werden die Betriebsdaten aller Maschinen an den beiden Standorten Maillingen und Viersen erfasst, ausgewertet und genutzt, um die Produktionsprozesse stetig zu verbessern. Damit möchte man effizienter arbeiten und Fehler bereits im Vorfeld vermeiden. Von 2016 auf 2017 seien dank der Technik die Reklamationen um mehr als 14 Prozent gesunken, so das Unternehmen. Von 2017 auf 2018 nochmals um drei Prozent.

Verringert haben sich auch die Rohstoff- und Produktverluste, wie der gerade veröffentlichte zweite Nachhaltigkeitsbericht zeige. "Wir sind uns unserer Verantwortung bewusst und gehen nun bei der Verpackung neue Wege", sagt Marian Heinz. So will man Schritt für Schritt den Folienverbrauch reduzieren und durch recycelbare Rohstoffe und biopolymere Kunststoffe ersetzen.
Über Frischpack
Die unabhängige mittelständische Unter­neh­mens­gruppe besteht aus der Frischpack GmbH in Mailling und der im Sommer 2017 erworbenen Baackes & Heimes GmbH in Viersen. Die Gruppe verarbeitet nach eigenen Angaben jährlich mehr als 60.000 Tonnen Käse mit rund 550 Mitarbeitern. Der Jahresumsatz 2018 wird mit 300 Millionen Euro angegeben. Verarbeitet und verpackt wird Käse für nationale und internationale Handelsketten, für Industriekunden sowie für den Foodservice. Zudem ist Frischpack Co-Packer für nationale und internationale Käsereien.



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