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Arlas neue Fünfjahres-Strategie

Arla Foods hat ihren Umsatz in Deutschland um 70 Prozent gesteigert. Nun investiert die dänische Molkereigenossenschaft in Nachhaltigkeit und Digitalisierung.
picture alliance/dpa/dpa-Zentralbild | Jens Büttner
Arla Foods hat ihren Umsatz in Deutschland um 70 Prozent gesteigert. Nun investiert die dänische Molkereigenossenschaft in Nachhaltigkeit und Digitalisierung.

Die Molkereigenossenschaft Arla Foods will ihre Investitionen steigern. Damit sollen vor allem Nachhaltigkeit und Digitalisierung vorangetrieben werden. Aber nicht nur.

Im Vergleich zum vergangenen Fünfjahresplan steigen die Investitionen um mehr als 40 Prozent auf gut 4 Mrd. Euro, gab Arla am Mittwoch bekannt. Im Mittelpunkt sollen eine nachhaltige Milchproduktion und das verantwortungsvolle Unternehmenswachstum stehen. Geld fließt laut Unternehmen auch in neue Produktionstechnologien und die Produktentwicklung.
 

Genossenschaftlich handeln

Zur Unterstützung der Nachhaltigkeitsbemühungen der Landwirte erhöht Arla die jährliche Nachzahlung an ihre Genossen von 1,0 auf 1,5 Cent pro Kilogramm Milch. Das soll sich innerhalb von fünf Jahren auf gut 1 Mrd. Euro summieren. Die Erhöhung gilt, solange Arla einen jährlichen Nettogewinn von mindestens 2,8 Prozent des Umsatzes erzielt. Angestrebt werden 2,8 bis 3,2 Prozent. Die Nachzahlung erfolgt künftig in zwei Raten im März und September anstatt wie bisher einmal jährlich.

Die 1.570 deutschen Mitglieder liefern ihre Milch an zwei große Milchwerke in Rheinland-Pfalz und Mecklenburg-Vorpommern. Für die Genossenschaft mit Sitz in Dänemark ist Deutschland der wichtigste Absatzmarkt in Europa. Hier wird weiteres Wachstum ebenso erwartet wie weltweit.

Marke in Deutschland stärken

Um über 70 Prozent hatte Arla in den vergangenen fünf Jahren seinen Umsatz in Deutschland gesteigert. Bekannt sind etwa die Marken Arla Skyr, Arla Kaergarden und Arla Bio. Diese sollen stärker in den Köpfen der Kunden verankert und fester Bestandteil des täglichen Lebens werden. "Während sich einige Ernährungsgewohnheiten ändern und wir mehr alternative Produkte sehen, bin ich fest davon überzeugt, dass die Nachfrage nach nachhaltig produzierten und innovativen Milchprodukten als Teil der täglichen Ernährung steigen wird. Davon werden wir mit unseren Produkten profitieren und unser Geschäft ausbauen", sagte Patrik Hansson, Deutschland-Chef von Arla Foods, laut einer Mitteilung.
 
Wegen ihrer Klimakomponente sind Milch und Milchprodukte nicht unumstritten. So wurde die Deutsche Bahn zuletzt dafür kritisiert, dass sie in ihren Bordbistros nur Kuhmilch zum Kaffee anbietet. Arla hat auch einige Milchalternativen im Portfolio und warb bereits 2019 und 2020 damit, in Schweden und Dänemark klimakompensierte Milch auf den Markt gebracht zu haben.

Dieser Text erschien zuerst auf www.agrarzeitung.de.

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