GEVA

Grünes Licht für FBS-Einstieg

Die GEVA-Geschäftsführung: Irmgard Küster (l.) und Andreas Vogel.
Hannahkonda
Die GEVA-Geschäftsführung: Irmgard Küster (l.) und Andreas Vogel.

Die Gesellschafter der Gesellschaft für Einkauf, Verkaufsförderung und Absatz von Gütern (GEVA) sprechen sich auf einer außerordentlichen Versammlung deutlich für den Einstieg der F&B Food and Beverage Services GmbH (FBS) in ihre Unternehmen aus. FBS, ein Joint Venture von Transgourmet und der Oetker-Gruppe, möchte sich mit 51 Prozent an der GEVA beteiligen.

FBS hält bereits 70 Prozent der Anteile am Getränke-Dienstleistungsunternehmen Team Beverage. Das Kartellamt muss dem Einstieg der FBS bei der GEVA noch zustimmen. Laut GEVA-Sprecherin Rupa Chatterjee hoffe man, die Zustimmung zügig zu bekommen, könne aber keinen genauen Termin nennen. Sie rechnet in etwa zwei Monaten damit.

Die Kooperation mit der FBS war bei der GEVA von langer Hand geplant. Am 17. Mai hatten Geschäftsführung und Aufsichtsrat im Rahmen der ordentlichen Gesellschafterversammlung ihren strategischen Zukunftsplan präsentiert. In den vier Wochen zwischen der ordentlichen und der außerordentlichen Versammlung führten die GEVA Verantwortlichen dazu viele Gespräche mit den Gesellschaftern. "Uns war es wichtig, unsere 115 Gesellschafter persönlich 'abzuholen', Fragen aller Art zu beantworten und dabei auch zu etwaigen Bedenken Rede und Antwort zu stehen, um somit schließlich jeden in die Lage zu versetzen, sich sachlich und objektiv ein eigenes Meinungsbild zu verschaffen", erläutert Andreas Vogel, Sprecher der Geschäftsführung, das Vorgehen.

Vogel ergänzt: "Diese Entscheidung ist nach unserer nunmehr 48-jährigen erfolgreichen Historie sicherlich nicht jedem leichtgefallen. Letztendlich konnten wir aber jenseits aller Emotionen überzeugend darlegen, dass die Vielzahl positiver Berührungspunkte und damit einhergehender, interessanter Synergiepotenziale mit dem anderem FBS-Tochterunternehmen Team Beverage letztlich allen Beteiligten zu Gute kommt."

Mit der Entscheidung entsteht laut GEVA eine Win-win-Situation für beide Seiten: Die FBS, und damit auch ihre Tochter Team Beverage, könnte sich durch die dank des GEVA-Treuhandkontenmodells insolvenzgeschützte Zentralregulierung und die starke Vertriebseinheit GEVA Gastro noch schlagkräftiger aufstellen. Sprecherin Chatterjee hob hervor, dass man möglicherweise bei der GEVA insbesondere von der Food-Kompetenz der FBS profitieren könne. Zudem haben FBS sowie Team Beverage bereits digitale Systeme im Einsatz, die eventuell auch für die GEVA interessant sein könnten. Genau könne man die Synergiepotenziale allerdings erst nach Abschluss des Deals eruieren.
Über die GEVA
Die GEVA sieht sich als ganzheitlicher Solution Provider für die Getränkebranche. Gegründet wurde das Unternehmen 1971 als klassische Fachhandelskooperation. Die GEVA bietet ihren Kunden eine Plattform mit zielgerichteten Lösungen u.a. für eine insolvenzgeschützte zentrale Abrechnung oder die Herausforderungen der Systemgastronomie. Laut Geschäftsbericht steigerte die GEVA 2018 ihren Zentralregulierungsumsatz um 4 % auf 773 Mio. €. Der Vertriebsbereich GEVA Gastro steigerte sich gar um 6 % auf 67,6 Mio. €. 2018 waren 324 Lieferanten für die GEVA tätig.



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