Getränkemarkt

Drei Fragen an Olivier Monin

Olivier Monin, CEO, Monin
Monin
Olivier Monin, CEO, Monin

Das französische Familienunternehmen Monin ist mit seinen Sirupen in rund 160 Ländern präsent. Täglich werden damit acht Millionen Drinks gemixt – Cocktails, alkoholfreie Getränke und Kaffees. Auch in der modernen Küche finden die Produkte Verwendung. Olivier Monin, CEO und Enkel des Gründers, im Gespräch mit FOOD SERVICE.



Was sind die Topseller in Sachen Sirup?
"Das unterscheidet sich stark zwischen den Ländern. In Japan wird beispielsweise mehr Frucht nachgefragt, weil der Kaffeemarkt recht klein ist. Im Kaffeesegment sind es Karamell und Vanille. Weltweit betrachtet sind unsere Topseller Vanille, Erdbeere und Karamell."

Welche Trends sehen Sie aktuell im Getränkebereich?
"Ganz allgemein kann man vom Craft-Trend sprechen. Handwerklichkeit ist ein großes Thema. Dazu zählt auch, dass nur echte und reine Zutaten verwendet werden. Mit unserer Umstellung des gesamten Sortiments greifen wir diesen bleibenden Trend auf. Zum Ende des Jahres wird unser gesamtes Sortiment zu 100 Prozent natürliche Aromen und zu 85 Prozent natürliche Farbstoffe enthalten, Anfang 2020 sollen es 100 Prozent sein."

Raph Coffee mit Lavendel-Sirup
Ilona Renner
Raph Coffee mit Lavendel-Sirup

Raf bzw. Raph Coffee
Erfunden wurde Raf bzw. Raph Coffee von einem russischen Barista in Moskau für einen italienischen Gast namens Rafael, so die Legende. Espresso wurde erstmals mit Sahne und Vanillin-Zucker vermengt. Im Unterschied zu Cappuccino werden die Zutaten dabei komplett gemixt. Mittlerweile gibt es zahlreiche Varianten – auch mit Sirup.

Welche Entwicklung sehen Sie in den Kaffeebars?
"Cold Brew ist bereits ein großer Trend, der bleiben wird und der perfekt zu unseren Natural-Produkten passt. Noch nicht so bekannt ist Raf beziehungsweise Raph Coffee, welcher bereits in Russland ein großes Thema ist."

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