Lemonaid

Und es ist dann doch Limonade!


Nun darf die Sorte Limette der Getränkemarke Lemonaid doch weiter Limonade heißen.
Homepage Lemonaid
Nun darf die Sorte Limette der Getränkemarke Lemonaid doch weiter Limonade heißen.

Wie der Hamburger Getränkehersteller Lemonaid auf seiner Facebook-Seite informiert, darf seine Lemonaid Limette nun doch weiter Limonade heißen. Das zuständige Hamburger Fachamt Verbraucherschutz, Gewerbe und Umwelt hatte den Zuckergehalt des Getränks als zu niedrig eingestuft, um als Limonade definiert zu werden.

Laut den Leitsätzen für Erfrischungsgetränke, die das Fachamt anführte, muss eine Limonade einen Mindestzuckergehalt von sieben Prozent aufweisen. Da die Sorte Limette von Lemonaid nur 6 Gramm pro 100 Milliliter aufweise, sollte sie keine Limonade mehr sein dürfen. Eine Abmahnung, die dem Szene-Unternehmen zuging, empfahl, entweder den Namen oder die Rezeptur zu ändern.
„Wir dürfen weiter Limonade heißen - ohne mehr Zucker in unsere Drinks zu kippen!“
Lemonaid auf seiner Facebook, 11. Januar 2019
Das zuständige Bezirksamt Hamburg-Mitte werde die Limonade zunächst nicht weiter beanstanden, so die Hamburger Gesundheitsbehörde. 

"Ein Stück aus dem Tollhaus"

Nach einem relativ roßen Medienecho kündigte die Hamburger Gesundheitssenatorin Cornelia Prüfer-Storcks (SPD) am 10. Januar bereits an, sich auf Bundesebene dafür einzusetzen, "dass die Leitsätze für Lebensmittel hinsichtlich möglicher gesundheitsschädlicher Mindestgehalte überprüft werden". Lebensmittel mit wenig Zucker sollten der Normfall sein und nicht bestraft werden. Die Abmahnung hatte im Kontext der gerade veröffentlichten Zuckerreduktionsstrategie der Bundesernährungsministerin Julia Klöckner bundesweit für erhebliches Erstaunen gesorgt. Prüfer-Storcks hatte laut Spiegel online von "einem Stück aus dem Tollhaus" gesprochen. 

Über Lemonaid Beverages GmbH
2008 in Hamburg gegründet produziert das ökozertifizierte Unternehmen laut eigenen Angaben Erfrischungsgetränke mit natürlichen Zutaten aus dem biologischen Anbau zertifizierter Kleinbauernkooperativen. Das Projekt Lemonaid will sozialen Wandel aktiv mitgestalten, achtet auf fairen Handel und unterstützt mit jeder verkauften Flasche (5 Cent seit 2010) den Verein Lemonaid & ChariTea. So seien bislang mehr als 3 Mio. Euro gesammelt worden, die der Verein für unterschiedliche Projekte der Entwicklungszusammenarbeit nutze.


stats