Meiko

Nachhaltigkeitstrategie manifestiert

Meiko | Stefan Schütz

Hygiene- und Spültechnikspezialist Meiko hat Anfang März seinen ersten Nachhaltigkeitsbericht publiziert. Darin zeigt das Offenburger Unternehmen die Nachhaltigkeitsstrategie und Maßnahmen auf, wie es in Zukunft den Schutz von Mensch, Umwelt und Klima forcieren will.

„Wir denken in Generationen, nicht in Quartalen. Nachhaltigkeit ist eine Sache der Haltung“
Dr.-Ing. Stefan Scheringer, CEO, Meiko Gruppe
Das Unternehmen im Besitz einer Unternehmensträgerstiftung rückt mit der sogenannten 3P-Strategie seiner Vision näher, bis zum Jahr 2025 CO2-neutral zu produzieren, so die Information: Tragende Säulen der Nachhaltigkeitsstrategie seien Produkt, Produktion und Partizipation. Die Produkte sollen noch länger einsatzfähig bleiben, dazu sollen die Maschinen gut zu reparieren sein. Auch die Recyclingfähigkeit soll die aktuell erreichten 90 Prozent noch überbieten, Ersatzteile 20 Jahre lang verfügbar bleiben, so Meiko. So trage die Entwicklung der M-iQ-Spülmaschinen zur Nachhaltigkeit bei. Seit Einführung der Linie 2011 würden im Spülprozess damit 41 Prozent weniger Wasser verbraucht und 33 Prozent weniger Energie. Die Betriebskosten seien um 32 Prozent gesunken, gibt Meiko an.

Photovoltaik, Ökostrom und erneuerbare Energien spielen im Bereich der Produktion eine wichtige Rolle. So berichtet Meiko, dass eine Photovoltaikanlage mit 1.350 Modulen auf einer Produktionshalle eine Leistung von 465 Kilowatt Peak bringen soll. Sie erziele eine Autarkiequote von 10 Prozent. 94 Prozent der so gewonnenen Energie nutze das Unternehmen selbst. Zudem sorgt das Unternehmen mit den Abfall-Eingabesystemen Biomaster und Wastestar dafür, dass aus organischen Abfällen möglichst effizient wieder Energie produziert werden kann. Die Stationen für Mischabfälle bzw. sortenreine Abfälle sind direkt an ein Tanksystem angeschlossen für ein geschlossenes hygienisches Transportsytem zur Biogasanlage.

Unter Partizipation versteht Meiko gesteigertes Engagement und bewusstes Verhalten auf dem Weg zum nachhaltigeren Unternehmen: Im Umgang mit Mitarbeitern, mit Reisen und Mobilität oder auch bei der Speiseauswahl im Betriebsrestaurant. Für die Nachhaltigkeitsstrategie wurden sämtliche Bereiche des Unternehmens analysiert: Als Handlungsfelder kristallisierten heraus: Innovation, Infrastruktur, Mobilität, Wissen und Partnerschaften. Bezüglich Innovation fordert CEO Stefan Scheringer den Blick über den üblichen Tellerrand hinaus: "Eine Maschine soll sauber spülen, reinigen und desinfizieren. Sie soll auch intelligent Ressourcen sparen, ideale Programme auswählen und das Hygienemanagement optimieren." Ein wichtiger Aspekt sei dabei Konnektivität, die Raum für mehr Nachhaltigkeit schaffe.

Um die selbstgesteckten Klimaziele zu erreichen, fördert Meiko etwa Fahrradleasing für Mitarbeiter sowie die Nutzung des öffentlichen Nahverkehrs und Fahrgemeinschaften für den Weg zur Arbeit. Sorgfältig werde zudem jede Dienstreise daraufhin geprüft, ob sie nicht durch ein Online-Meeting ersetzt werden kann und ob der ICE mit Ökostrom betrieben die bessere Alternative zum Flugzeug ist. Die Meiko-Fahrzeugflotte mit E- und Wasserstoffbetrieb soll wachsen.

Eine "First-time fix rate" soll über kompetente Servicemitarbeiter dafür sorgen, dass im Idealfall der Weg zum Kunden und Anwender nur einmal gemacht werden müsse. Wenn durch gute Vorausanalyse das Problem beim ersten Besuch behoben werden könne, spare man Energie, Zeit und den Austoß von Klimagasen einer zweiten Anfahrt.

Über Meiko
Am Stammsitz der Spültechnikspezialisten in Offenburg beschäftigt das Unternehmen über 1.200 Mitarbeiter, weltweit sind nahezu 2.700 Menschen für die Meiko-Gruppe an insgesamt 26 Standorten tätig. Der weltweite Umsatz der Gruppe lag 2019 laut Schätzung der gv-praxis bei 377 Mio. Euro (+4,4 % gg. Vj.). Im exklusiven gv-praxis-Ranking der Top Techniker belegt das Unternehmen Platz 5. 2018 wurde mit der Schweizer Biotrans das Gemeinschaftsunternehmen Meiko Green Waste Solutions gegründet. Das Ziel: nachhaltige Zukunftslösungen wie die Nutzung von Speiseresten als Energiequelle. Mit der Meiko Academy bietet das Unternehmen zudem gezielte Schulungen für verschiedene Zielgruppen an wie zum Beispiel Kommunikation und Verhalten, Atemschutz, Gemeinschaftsverpflegung oder Gastronomie.

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