Melitta Gruppe

Umsatz-Plus durch hohe Privat-Nachfrage

Mit erhöhten Erlösen im Privatkundensegment geht die Melitta Gruppe erfolgreich aus dem Geschäftsjahr 2020 hervor.
Melitta Gruppe
Mit erhöhten Erlösen im Privatkundensegment geht die Melitta Gruppe erfolgreich aus dem Geschäftsjahr 2020 hervor.

Die gesteigerten Umsätze im Endkundengeschäft haben die leichten Rückgänge im Professional Segement mehr als ausgeglichen, informiert die Melitta Gruppe zum Geschäftsjahr 2020. Mit 1,7 Mrd. Euro Umsatz liege der Erlös um 2,2 Prozent über dem Vorjahreswert.

Der Umsatzzuwachs wurde durch mehr Beschäftigte begleitet, wie die Gruppe mitteilt. Im Jahresdurchschnitt zählte das Unternehmen mit 5.849 Vollzeit-Arbeitskräften 3,4 Prozent mehr Beschäftigte als im Vorjahr.

Der Umsatz im Geschäftsfeld Kaffee lag mit 583 Mio. Euro laut Melitta leicht unter Vorjahr, doch standen Kursschwankungen quasi hilfreich zur Seite: "Währungsbereinigt und insbesondere ohne die signifikante Abwertung des brasilianischen Real konnte der Gesamtumsatz in Landeswährungen deutlich gesteigert werden. Insbesondere in Brasilien, aber auch in den USA und in Kanada, stiegen die Umsätze an", heißt es.

Plus bei der Kaffeezubereitung

Im Geschäftsfeld Kaffeezubereitung wurde der Umsatz um 5 Prozent auf 505 Mio. Euro gesteigert. Dabei wurden die aus der Corona-Pandemie resultierenden Umsatzrückgänge in der professionellen Heißgetränkezubereitung in der Individual- und Systemgastronomie durch Zuwächse bei Filterpapieren, und -kaffeemaschinen sowie Kaffeevollautomaten mehr als ausgeglichen. Aufgrund hochwertiger Modelle betrachtet sich der global Player als Marktführer in Deutschland.

Beim seit 1986 eigenständigen Unternehmensbereich Melitta Professional Coffee Solutions lagen die Umsatzrückgänge global laut exklusivem Ranking der Hersteller von Profi-Küchentechnik in Deutschland bei -2,5 Prozent auf 204,8 Mio. Euro (Vj. 210,0 Mio. €). In Deutschland schlugen die Corona-Pandemie-Effekte hier mit -23,0 Prozent zubuche auf 48,3 Mio. Euro Umsatz 2020. Im Kaffeeboom-Jahr 2019 war der Umsatz des Herstellers gewerblicher Kafeemaschinen noch um 5,0 Prozent auf 62,7 Mio. Euro gestiegen. Die Zahlen finden sich in den Gesamtgruppen-Geschäftsfeldern Kaffee und Kaffeezubereitung integriert. Melitta Professional Coffee Solutions beschäftigte im Jahresmittel 2020 994 Vollzeit-Arbeitskräfte. Im Vorjahr waren es 925 – auch hier ein Plus von 7,5 Prozent.

Das Geschäftsfeld Haushaltsprodukte hat vom Trend zum mobilen Arbeiten und dem Lockdow profitiert. Markenprodukte wie Toppits, Albal, Bacofoil oder Swirl wurden verstärkt nachgefragt. Der Umsatz stieg hier um 10 Prozent auf 593 Mio. Euro.

Stabil durch die Krise

"Erfreulich ist, dass es in der gesamten Melitta Gruppe aufgrund einer vorsichtigen und weitsichtigen Vorgehensweise zu keiner Zeit zu nennenswerten Produktionsausfällen gekommen ist", sagt Volker Stühmeier, Mitglied der Unternehmensleitung der Melitta Gruppe. "Dies verdanken wir zum einen dem schnellen und kompetenten Reagieren unserer Mitarbeitenden. Zum anderen ist dies auch das Ergebnis unserer langjährigen, vertrauens- und respektvollen Zusammenarbeit mit unseren Geschäftspartnern."

Das Management geht davon aus, dass auch das laufende Jahr viele weitere Veränderungen und Unwägbarkeiten bringen wird. Jero Bentz, Mitglied der Unternehmensleitung, sagt: "Wir sind jedoch sehr zuversichtlich, dass auch 2021 wieder ein gutes Geschäftsjahr für die Melitta Gruppe wird." Dazu werde die begonnene Wachstums- und Internationalisierungsstrategie weiter verfolgt. Zentral geht es um Digitalisierung, Nachhaltiges Agieren. Produktinnovationen sollen dem sich verändernden Konsumverhalten Rechnung tragen. Zudem sollen Lieferketten und Vertriebswege analysiert und gegebenenfalls angepasst werden.

Dass das Familienunternehmen nah am Markt agiert und seine Innovationskraft nicht nur selbst generiert, sondern auch durch Akquise stärkt, zeigt just der Erwerb des Start-ups Roastmarket. Das Jungunternehmen hat seinen Umsatz 2020 von elf auf 23 Mio. Euro mehr als verdoppelt. Bereits seit zwei Jahren hält Melitta einen Minderheitsanteil. Nun hat der Kaffee-Spezialist gemeinsam mit der Burda-Tochter TEC das Unternehmen vollständig übernommen. Melitta hält nun 72 Prozent der Gesellschafteranteile und will Roastmarket bei weiteren Expansionen unterstützen. Das 2015 gegründete Start-up ist nach eigenen Angaben der größte Online-Kaffeehändler Deutschlands.

Melitta kauft Kaffee-Start-up Roastmarket auf: Das Kaffee-Start-up Roastmarket hat im vergangenen Jahr seinen Umsatz von elf auf 23 Millionen Euro mehr als verdoppelt. Das Familienunternehmen Melitta, das bereits seit zwei Jahren einen Minderheitsanteil an dem Start-up hält, hat nun gemeinsam mit der Burda-Tochter TEC das Unternehmen vollständig übernommen. Melitta hält nun 72 Prozent der Gesellschafteranteile und will Roastmarket bei weiteren Expansionen unterstützen. Das 2015 gegründete Start-up ist nach eigenen Angaben der größte Online-Kaffeehändler Deutschlands.

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