Metro Deutschland GmbH

Strategische Neuausrichtung mit Fokus auf Gastronomie

Thomas Storck, CEO Metro Deutschland GmbH, zeigt neue Features im umgebauten Düsseldorfer Markt.
Metro
Thomas Storck, CEO Metro Deutschland GmbH, zeigt neue Features im umgebauten Düsseldorfer Markt.

Die „nächste Generation Metro“ beziehungsweise „der Großhandel von morgen“, so Thomas Storck, CEO Metro Deutschland, ist seit Anfang Juni offiziell in der Düsseldorfer Schlüterstraße 3 zu besichtigen. Hier zeigte das Unternehmen nach rund fünfmonatigem Umbau im laufenden Betriebe mit dem neuen Marktkonzept seine Vision vom stationären Marktplatz für die Gastronomie.

Zudem stellt der Cash&Carry-Spezialist vor, wie er als Multichannel-Großhandel den Umbrüchen in der Handelsbranche begegnen will. Das Ziel sei es, auf allen Kanälen – Abholgeschäft, Belieferung und online –, „mittelfristig zu dem Marktplatz für die Gastronomie zu werden." Und das 24 Stunden, sieben Tage die Woche.
„Gastronomen sind unsere Leitkunden. Wir wollen ihnen über alle Verkaufskanäle genau die Angebote und Services bieten, die sie brauchen.“
Thomas Storck, CEO Metro Deutschland

Änderungen in Metro-Märkten

Für die klassischen Abholmärkte, zentrales Standbein der Metro, heißt das: spezielle Öffnungszeiten, eigener Ein- und Ausgang sowie Kassen für Gastronomen, optimierte Laufwege, Sortimente mit geschärftem Gastronomieprofil sowie vergrößertem Convenience-Angebot, mehr Fläche für Frische – konkret plus 600 qm unter anderem für Dry Aged Reifeschränke im Fleischbereich –, plus Erlebnisinseln, an denen unter dem Titel „Erlesene Welten“ Premium-Produkte wie beispielsweise Tee, Kaffee, Olivenöle oder Schokolade angeboten werden.
Über die Metro Deutschland GmbH
Die Metro Deutschland GmbH betreibt mit mehr als 14.000 Mitarbeitern 103 Cash & Carry-Märkte in Deutschland und zählt rund vier Millionen Kunden. Das Unternehmen ist international in 25 Ländern mit rund 750 Märkten aktiv. Im Geschäftsjahr 2016/17 erwirtschaftete der Metro-Konzern einen Gesamtumsatz von rund 37 Mrd. €

„Dazu Ausstellungsflächen mit Trend-Produkten in allen Preislagen“, erklärt Michael Widmer, Geschäftsleitung Metro Düsseldorf, „und neue, energetisch effiziente Kühlsysteme.“ Für besseren Service sorgen sollen auch hochqualifizierte Mitarbeiter, die produktspezifisch Auskünfte erteilen können. Zehn neue wurden am Standort Düsseldorf eingestellt.
„Es geht um ein inspirierendes Einkaufserlebnis und mehr Effizienz, damit sich unsere Kunden auf das Wesentliche konzentrieren können: Geschäft und Gäste.“
Michael Widmer, Geschäftsleitung Metro Düsseldorf

Namensänderung und Fokus auf der Digitalisierung

Dennoch: Das Cash & Carry-Business ist nicht mehr einzige Handels-Realität. Ebenso forciert werden die Weiterentwicklung des Belieferungsgeschäftes sowie die Digitalisierung. Auch deshalb firmiert der börsennotierte Konzern fortan offiziell nur noch unter ‘Metro Deutschland GmbH‘ - ohne das vormalige ‘Cash & Carry‘ im Namen.

Zur Professionalisierung des Belieferungsgeschäftes, das derzeit 12% vom Umsatz stellt – unter Gastronomiekunden bereits 30% –, zählt laut Dr. Richard Hesch, Geschäftsführer Delivery & Multichannel, „ein Top-Servicelevel hinzubekommen, indem wir sehr genaue Bestandführung betreiben, Hauptartikel und Schnelldreher im Depot beständig verfügbar haben sowie weiter in die Mitarbeiter unserer Servicebüros investieren, um die Kunden optimal, individuell und zeitnah zu beraten.“

Waren auch sonntags abholen

Schon 2014 hat Metro mit FSD (Food Service Distribution) die Belieferung als eigenständiges Geschäftsmodell aufgestellt und dafür eigene Depots errichtet. Jüngstes Angebot ist eine (gekühlte) Horeca-Box, in der Gastronomen samstags noch kurzfristig bestellte Ware auch sonntags mittels eines Codes abholen können. Desweiteren testet das Unternehmen als neuen Service in Kooperation mit DHL ein „Same Day Express Delivery.“

Grundlegendes Ziel der Digitalisierungsmaßnahmen sei es, „unseren Kunden ein kanal-übergreifendes, intuitives und effizientes Einkaufserlebnis rund um die Uhr zu ermöglichen“, erklärt Storck. Er soll von überall aus auf Produkte und Services zugreifen können. Stichwort Online-Bestellsystem, die Entwicklung einer App, in der alle wichtigen Kundendaten erfasst sind, sowie eine Driver-App für weitestgehend papierlose Abwicklung des Belieferungsprozesses.

Neues Marktkonzept kann landesweit ausgerollt werden

Der Düsseldorfer Metro-Markt ist der sechste Umbau deutschlandweit. Quantifizieren will der Konzern die geleistete Investition vor Ort nicht – nur: „Wir haben so viel investiert, dass es uns möglich ist, die neuen Ideen auch landesweit auszurollen.“
„Für das neue Konzept haben wir eigens ein Team von 40 Leuten zusammengestellt, die in enger Zusammenarbeit mit Gastronomiekunden diese Wiedergeburt der Metro entwickelt haben.“
Thomas Storck, CEO Metro Deutschland

Der 1967 eröffnete Metro-Markt an der Schlüterstraße bietet rund 50.000 Produkte – davon 20.000 im Food-Bereich. 40% der dortigen Kunden sind Gastronomen, rund 25% Wiederverkäufer wie Kioskbesitzer, der Rest Selbständige mit „komplementärem Bedarf“, so Widmer. Natürlich verspreche er sich vom Relaunch und den erweiterten Dienstleistungen Umsatzimpulse. „Am wichtigsten aber ist es uns, für unsere relevantesten Kunden, die Gastronomen, noch relevanter zu werden“.

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