Nestlé

Mehr Tierschutz bei Masthühnern


Vom Küken bis zum erwachsenen Tier: Nestlé will Mindeststandards für Haltung von Masthähnchen erfüllen.
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Vom Küken bis zum erwachsenen Tier: Nestlé will Mindeststandards für Haltung von Masthähnchen erfüllen.

Der Lebensmittelproduzent Nestlé verpflichtet sich, in Europa die Tierschutzstandards für seine Masthühner anzuheben. Bis 2026 will der Konzern die „Europäische Masthuhn-Forderung“ erfüllen. Dies gelte für alle Lebensmittel, die Zutaten von Masthühnern enthalten. Mit der Umsetzung wird bereits ab Januar 2019 begonnen, berichtet die Albert Schweitzer Stiftung für unsere Mitwelt.

Die Tierschutz-Stiftung hatte sich in der Vergangenheit stark dafür eingesetzt. „Nestlé hat es vorgemacht“, sagt Mahi Klosterhalfen, Geschäftsführer der Albert Schweitzer Stiftung. Man sei zuversichtlich, dass nun weitere Lebensmittelproduzenten dem Beispiel folgen.

Initialzündung aus den USA

Bereits im Dezember 2017 hatte Nestlé USA erklärt, spätestens ab 2024 seine Masthuhn-Standards anzuheben. Die Tierschutz-Stiftung hatte dies zum Anlass genommen, Nestlé Deutschland in dieser Frage zu kontaktieren. Dort zeigte man sich offen für einen Dialog, in dem schließlich weitere Tierschutzorganisationen eingebunden wurden.

Kriterien für mehr Tierwohl

Die Kriterien der Masthuhn-Forderung thematisieren die wichtigsten Haltungsprobleme wie Überzüchtung, Platzmangel und Beschäftigungsmaterial sowie Fehlbetäubungen beim Schlachten. Mit Erfüllen der Kriterien werde das Leid der Masthühner wesentlich gemindert, so die Albert Schweizer Stiftung. Zudem sei ein deutlich geringerer Antibiotikaeinsatz möglich.

Erster Schritt ohne große Mehrkosten

Eine artgerechte Haltung müsste zwar noch weit mehr erfüllen, die Forderung sei jedoch ein für alle Unternehmen ein gangbarer erster Schritt mit zumutbaren Mehrkosten. Denn in der Regel seien keine Stallumbauten notwendig, heißt es. Die Forderung von Mindeststandards wird von 25 europäischen Tierschutzorganisationen gemeinsam getragen, um maßgebliche Tierschutzprobleme in der Hühnermast zu verringern.
Albert Schweitzer Stiftung für unsere Mitwelt
Der deutsch-französische Arzt und Theologe Albert Schweitzers verfolgte mit „Ehrfurcht vor dem Leben“ eine Ethik, die Tiere mit einschloss. Er engagierte sich daher stets für den Tierschutz und lebte in seinen späteren Jahren vegetarisch. Dieser Philosophie folgend engagiert sich die seit dem Jahr 2000 die Albert Schweitzer Stiftung für unsere Mitwelt gegen die Massentierhaltung und für eine vegane Lebensweise.




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