Netzwerk Culinaria

Video-Reihe "Talk und Insights"

Bettina von Massenbach drängt auf Digitalisierung in der Individualgastronomie.
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Bettina von Massenbach drängt auf Digitalisierung in der Individualgastronomie.

Digitalisierung und dringend benötigtes Personal: Zwei Seiten einer Medaille, die sechs Experten aus Praxis und Wissenschaft jetzt im Video "Gamechanger Smart Kitchen" beleuchten. Es ist der Auftakt von "Talk und Insights", der neuen Videoserie von Netzwerk Culinaria.

Die Themen: Familienfreundlichere Zeitarbeitsmodelle, Effizienz und Wirtschaftlichkeit, agil-servicefreundliche Angebote sowie eine Arbeitswelt, die zu den Wertevorstellungen der Generation Z passt. Alles echte Herausforderungen in der Branche, die sich mit mehr Digitalisierung besser meistern lassen, so das Credo dieser sechs Experten: 

  • Professorin Dr. Antje-Britta Mörstedt, Vizepräsidentin für Fernstudium und Digitalisierung an der Privaten Hochschule Göttingen
  • Bettina von Massenbach, Dehoga-Beraterin und Vorstandsmitglied FCSI, Inhaberin Oyster Hospitality Management
  • Dirk Hanisch, Leiter Vertrieb Deutschland, MKN
  • Jan Heerlein, Produktmanager Digitalisierung Spültechnik, Meiko
  • Markus Wessel, Digitalisierungsberater, Podcaster und Koch, Inhaber Küchenherde.com
  • Peter Adam-Luketic, Geschäftsführer vtechnik Planung

Talk-Beiträge im Live-Mitschnitt

Der Video-Mitschnitt "Gamechanger Smart Kitchen" ist frei abrufbar unter www.netzwerk-culinaria.de und gibt Einblick in folgende Themen und Thesen:

Generation Z – wer Nachwuchs will, muss sich auf einen Paradigmenwechsel in der Arbeitswelt einlassen. Dazu gehöre mehr Führen auf Augenhöhe. Der Koch müsse sich zum Coach wandeln, die Arbeitswelt werde digitaler, verlange aber auch mehr Change-Management. Ein Vorschlag: digital-kulinarische Tandemlösungen in der Ausbildung.

Die große Chance von Digital Sale in der Individualgastronomie: "Ohne Digitalisierung müssen wir unser Essen bald selbst mitbringen", lautet die steile These. Wer sich nicht selbst digitalisiere, drohe von sogenannten Ghost Kitchens vom Platz gefegt zu werden.

Digitale Techniken unterstützen familienfreundliche, planbare Arbeitszeiten – ein willkommenes Instrument im Spannungsfeld Fachkräftemangel.

Automatisierung ist eine unverzichtbare Unterstützung besonders im oft körperlich harten Arbeitsalltag, argumentiert etwa Jan Heerlein. Ohne sie, einem Teilbereich der Digitalisierung, haben Spülkräfte täglich mindestens das Gewichtsäquivalent eines Kleinwagens zu stemmen.

Markus Wessel macht deutlich, dass noch viel Digital-Potenzial brachliegt – zum Beispiel beim Küchenmonitoring in der Care-Gastronomie. Ohne digitale Lösungen und Anwendungen beschäftige allein die HACCP-Überwachung und -Dokumentation eine Vollzeitkraft. Digitalisiert schrumpfe der Aufwand auf wenige Stunden.

Digitalisierung bedeutet in der Betriebsgastronomie etwa deutlich mehr, als die Kasse mit dem Warenlager zu verknüpfen. In ganzheitlichen Health-Konzepten verknüpfen sich Gastronomien mit externen Playern wie Krankenkassen, Fitnessstudios oder Ernährungsberatungen. Ein aktuelles Experimentierfeld von Planern und Wissenschaftlern, so Peter Adam-Luketic.
Über Netzwerk Culinaria
Netzwerk Culinaria ist ein Zusammenschluss von Unternehmen, Verbänden und Institutionen, die gemeinsam praxisnahe, hochwertige und neutrale Fortbildungen bieten. Zum Netzwerk gehören Meiko, Hupfer, MKN, Cool Compact, Melitta Professional Coffee Solutions, Nestlé Professional, AMT Gastroguss, Bankettprofi, Bauscher, Dick, Ecolab, Flowtify, Henkelman, Profi Dress, Viessmann, Arbeitskreis Gemeinschaftsverpflegung Köln e. V., Deutsches Studentenwerk, Verband der Küchenleitung (VKK) sowie Wihoga Wirtschaftsschulen für Hotellerie und Gastronomie, Dortmund.
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