Nutri-Score

Erster Getränkehersteller in Deutschland ist dabei

Bofrost

Als erster Getränkehersteller in Deutschland hat Frankenbrunnen angekündigt, die Nutri-Score-Ampel schon im kommenden Jahr auf seine Produkte zu drucken. Andere sind zurückhaltender.

"Unter Berücksichtigung der bereits produzierten Verpackungen/Etiketten werden wir je nach Reichweite für die einzelnen Produkte in 2020 sukzessive mit dieser Kennzeichnung aktiv arbeiten", teilte das Unternehmen der Verbraucherschutz-Organisation Foodwatch auf deren Nachfrage mit. Zur Unternehmensgruppe mit Sitz in Neustadt an der Aisch zählen insgesamt 19 Getränkemarken, darunter Fruit2go, Exquisit für die Gastronomie oder St. Anna Heilwasser.

Der weltgrößte Produzent von Erfrischungsgetränken, Coca-Cola, erklärte gegenüber Foodwatch hingegen, man habe "derzeit nicht vor, Nutri-Score einzuführen". Jedoch, "über das Ziel sind wir uns einig: Verbraucher sollen bestmöglich über die Inhaltsstoffe von Lebensmitteln informiert werden", so der Getränke-Riese. Man teste in verschiedenen Ländern ein farbiges Kennzeichnungsmodell, das der Nährwertampel in Großbritannien und Irland entspreche, heißt es weiter.

Auf die Foodwatch-Anfrage hin gaben Marktplayer wie Aldi, Nestlé, Danone, Lidl und Iglo an, Nutri-Score einführen zu wollen, so Foodwatch in seiner Mitteilung. 

Nutri-Score in Deutschland freiwillig

Bundesernährungsministerin Julia Klöckner hatte sich kürzlich aufgrund der Ergebnisse einer Verbraucherumfrage zugunsten des Nutri-Score geäußert. Sie kündigte eine Verordnung an, die es deutschen Unternehmen künftig ermöglichen soll, den Nutri-Score freiwillig zu nutzen. Eine gesetzliche Verpflichtung allein auf nationaler Ebene ist nach europäischem Recht nicht möglich.




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