Oracle

Übernimmt Micros Systems für 5,3 Mrd. US $

Das US-Softwareunternehmen Oracle sichert sich mit dem Erwerb von Micros Systems, dem Anbieter von IT-Lösungen für Hotellerie, Gastronomie und Einzelhandel, Zugang zu neuen Märkten. Die Vereinbarung sieht eine Barauszahlung an Micros-Anteilseigner in Höhe von 68 $ pro Stammaktie vor. Das entspricht einer Kaufsumme von ca. 5,3 Mrd. US $.

Micros soll nach der Übernahme innerhalb des Konzerns als eigenständiger Geschäftsbereich geführt werden. „Alle Kunden-Investitionen in Micros-Lösungen sollen geschützt und weiter ausgebaut werden“, heißt es in einer offiziellen Verlautbarung seitens Oracle.

Dabei sollen Micros-Kunden künftig vom Oracle-Leistungsspektrum profitieren, insbesondere in den Bereichen der Cloud, mobiler Kommunikation, sozialer Netzwerke, 'Big Data' sowie dem zukunftsträchtigen 'Internet of Things‘, sprich mit Computer-Intelligenz ausgestatteten Objekten bzw. Accessoires.

Mit der bereits vom Micros-Vorstand abgesegneten Transaktion realisiert Oracle den teuersten Kauf seit der Übernahme von Sun Microsystems vor vier Jahren, wo ein Preis von 7,4 Mrd. US $ aufgerufen wurde.

Sofern die Anteilseigner das Angebot annehmen und die Wettbewerbshüter zustimmen, soll der Kauf im zweiten Halbjahr 2014 abgeschlossen werden. Schon Tage vor der Bekanntgabe des Deals war der Kurs der Micros-Aktie angesichts sich verdichtender Übernahme-Gerüchte um rd. 15 % auf rd. 66 US $ in die Höhe geschnellt.

Während Oracles Kerngeschäft von Haus aus Datenbanken sind, hat Konzernchef Larry Ellison das Unternehmen mit milliardenschweren Zukäufen immer breiter aufgestellt. Unter anderem gilt Oracle heute in Sachen Buchhaltungsprogramme als Erzrivale des deutschen Technologiekonzerns SAP. Die Übernahme von Micros Systems ergänzt das Portfolio jetzt um branchenspezifische Anwendungen.

Micros aus Columbia, Maryland, beschäftigt weltweit 6.400 Mitarbeiter und hat nach eigenen Angaben mittlerweile rund 567.000 Kunden in 180 Ländern. Oracle mit Sitz im kalifornischen Redwood Shores zählt mehr als 18.000 Beschäftigte.

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