Weinmesse

Prowein wird auf Mai verschoben

Die Messe Prowein findet später statt.
Messe Düsseldorf / ctillmann
Die Messe Prowein findet später statt.

Die Prowein 2022 wird von Ende März auf den 15. bis 17. Mai verschoben. Nach mehren erfolgreichen Leitmessen im vergangenen Herbst ist die Messe Düsseldorf optimistisch, doch einige große Aussteller bleiben weg.

Ausschlaggebend für die Verschiebung der weltgrößten Weinfachmesse waren nicht die derzeit hohen Inzidenzzahlen, sondern die Unsicherheit über die weitere Entwicklung der Pandemie. Die Aussteller benötigten einen ausreichend großen Planungszeitraum, erklärt der Bereichsleiter der Messe Düsseldorf, Michael Degen. Standbauer bräuchten drei bis vier Wochen, und Hotelbuchungen müssten ebenfalls rechtzeitig erfolgen. Deshalb habe die Messe nicht länger warten können, ob die aktuelle Infektionswelle wie erwartet bis Ende Februar abklinge.

Nach mehreren erfolgreichen Messen im vergangenen Herbst hält Degen solche Veranstaltungen auch in den nächsten Monaten für realisierbar, falls nicht unvorhergesehene Veränderungen der Lage eintreten. Die derzeitige Coronaschutzverordnung des Landes NRW stehe einer Prowein 2022 nicht im Wege. Zwar mussten Publikumsmessen abgesagt werden, Fachmessen dagegen sind erlaubt.

Nicht einmal die Besucherzahl müsste für die Prowein eingeschränkt werden, erklärt Degen. 2019 kamen 7000 Aussteller und 60.000 Fachbesucher aus 60 Ländern. Die vermietete Fläche wäre diesmal etwa die gleiche, die Bruttofläche jedoch um drei Hallen vergrößert. Dadurch, so Degen, sei ein genügend großer Abstand zwischen den Besuchern gewährleistet.

Einige sind skeptisch


Das Bedürfnis, sich nach drei Jahren wieder persönlich zu begegnen, ist laut Degen groß. Mit mehr als 1100 Ausstellern aus Italien, 950 aus Frankreich, über 600 aus Spanien und 280 aus Österreich ist die Zahl der Anmeldungen aus dem Ausland laut Degen so groß wie vor Corona.

Die Nachfrage auf deutscher Seite nennt er "eigentlich auch gut", doch eine Reihe großer Kellereien und Importeure wird der Prowein diesmal fernbleiben, unter anderem Rotkäppchen, Peter Mertes, ZGM und Mack & Schühle. Henkell hat nur einen Stand für seine Exportabteilung gebucht.

Degen will diese Absagen "nicht zur Grundsatzfrage stilisieren". Der Verbandspräsident der Weinkellereien, ZGM-Inhaber Johannes Hübinger, findet zwar, es sei noch zu früh für eine Prowein, will jedoch ebenfalls spätestens 2023 zur persönlichen Kommunikationsebene zurückkehren.



Dieser Text erschien zuerst auf www.lebensmittelzeitung.net.

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