Werner & Mertz

Nachhaltige Produktion in Mainz


Feiern die Neueröffnung der neuen Produktionshalle (v. l. n. r.): Der Mainzer Oberbürgermeister Michael Ebling, Reinhard Schneider, Inhaber Werner & Mertz, die rheinland-pfälzische Ministerpräsidentin Malu Dreyer, Grünen-Bundesvorsitzender Robert Habeck und Günther Lehner, Inhaber der Alpla Werke Alwin Lehner GmbH & Co KG.
Werner & Mertz
Feiern die Neueröffnung der neuen Produktionshalle (v. l. n. r.): Der Mainzer Oberbürgermeister Michael Ebling, Reinhard Schneider, Inhaber Werner & Mertz, die rheinland-pfälzische Ministerpräsidentin Malu Dreyer, Grünen-Bundesvorsitzender Robert Habeck und Günther Lehner, Inhaber der Alpla Werke Alwin Lehner GmbH & Co KG.

30 Millionen Euro hat Reinigungsmittel-Spezialist Werner & Mertz in den Bau eines laut Unternehmen besonders nachhaltigen Produktionsgebäudes am Mainzer Heimatstandort investiert. Mit im Boot ist der Verpackungshersteller Alpla.

Mit dem Energiekonzept des Neubaus setze Werner & Mertz einen Meilenstein in Sachen Nachhaltigkeit, zeigte sich die rheinland-pfälzische Ministerpräsidentin Malu Dreyer anlässlich der Einweihung überzeugt. So wurde die rechtlich größtmögliche Menge an Recycling-Beton zum Bau eingesetzt. Die 4.000 Quadratmeter große Dachfläche ist zu zwei Dritteln mit 455 Photovoltaik-Modulen bedeckt – ausreichend für die Stromversorgung der Kältemaschinen, so das Unternehmen. Geheizt werde unter anderem per Wärmerückgewinnung und Fernwärme. Das ganze Gebäude sei mit LED-Licht ausgestattet, in Fluren, Toiletten und Umkleidekabinen gesteuert über Präsenzmelder.

Die genannten Maßnahmen machten das neue Produktionsgebäude von Werner & Mertz förderfähig für das KfW-Effizienzhausprogramm 55 – für Bauvorhaben mit einem möglichst geringen Primärenergiebedarf. Der Bau wird mit 20 Mio. Euro gefördert, davon seien 850.000 Euro Zuschuss.

Gute Arbeitsatmosphäre

Nicht nur die Produktion, auch die Arbeitsplätze in der Verwaltung sollen nachhaltig und menschenfreundlich gestaltet sein. So wurde die Büroeinrichtung identisch mit den Büros in der LEED Platinum zertifizierten Hauptverwaltung verwendet. LEED steht für Leadership in Energy and Environmental Design, ein weit verbreitetes Ranking-System für nachhaltiges Design. Kaffeeautomaten und Wasserspender stehen zur freien Verfügung, für gute Raumluft sollen hohe Volumenströme sorgen.

Insgesamt 26 neue Parkplätze für E-Autos mit Stromladestationen stehen für alle Mitarbeiter am Gebäude zur Verfügung. Ein innenliegender Dachgarten, Bodendecker auf dem Dach des Baus sowie die begrünte Nordwand sollen die Biodiveristät erhalten.

Produktion von Recycling-Flaschen verdoppeln

Mit der neuen Produktionsstätte reagiert der Hersteller der Verbrauchermarke Frosch und der Professional-Linien Tana und Green Care auf eine steigende Nachfrage. So sei der Umsatz der Marke Frosch von 2016 bis 2018 um 21 Prozent, der Marktanteil um 14 Prozent gestiegen. Eine erste neue Produktionslinie im Wert von 4,5 Mio. Euro sei bereits in Betrieb. In der Endausbaustufe könne die Frosch-Produktion verdoppelt werden.

Verpackungshersteller Alpla zieht ebenfalls in das neue Gebäude. Damit werden die transparenten Frosch-Flaschen aus 100 Prozent Altplastik künftig inhouse produziert. "Mit dem Bau des neuen Produktionszentrums schaffen wir die größte Recyclat-Flaschen-Fertigung der Welt", ist Werner & Mertz-Inhaber Reinhard Schneider überzeugt.

Über Werner & Mertz

Seit über 150 Jahren ist die Werner & Mertz GmbH am Standort Mainz vertreten mit den Marken Erdal, Frosch und Tana. EMAS-validierte Produktionsstandorte betreibt das Unternehmen in Mainz und im österreichischen Hallein. Die Produkte werden über sieben Vertriebsgesellschaften in mehrere europäische Länder geliefert, über die Exportabteilung auch weltweit. 2018 erwirtschaftete Werner & Mertz mit über 1.000 Mitarbeitern einen Gesamtumsatz von 399 Mio. Euro. Mit der Initiative Frosch und gezielten Projektpartnerschaften setzt sich Werner & Mertz für hohe Kunststoff-Recyclingquoten und nachhaltige Produktions- und Arbeitsweisen ein.



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