Agrarfrost

Wege aus dem Plastik-Dilemma

Agrarfrost nutzt Beutelverpackungen, die über 80 Tonnen Plastik pro Jahr einsparen sollen.
Agrarfrost
Agrarfrost nutzt Beutelverpackungen, die über 80 Tonnen Plastik pro Jahr einsparen sollen.

Über 80 Tonnen Plastik will Agrarfrost mit einer neuen Folienverpackung jährlich einsparen. Der Kartoffel-Tiefkühlspezialist hat sich das Ziel gesetzt, in naher Zukunft ohne Plastik auszukommen. Recycling allein, sei nicht die Lösung, kommentiert das Unternehmen seine Neuheit.

"Es erfordert dringend tiefergreifende Lösungen als bloß das vollständige Recycling plastikreduzierter Verpackungen, um eine wirklich nachhaltige Lösung für die generelle Verpackungsplastikproblematik zu finden", beschreibt Agrarfrost Geschäftsführer Manfred Wulf die Nachhaltigkeitsziele des Unternehmens und präsentiert eine eigene Verpackungsinnovation.

Gewohnte Wertigkeit mit weniger Plastik

Bei deutlich reduzierter Folienstärke soll die neu entwickelte Beutelverpackung das Produkt weiterhin optimal schützen, bei gleicher Qualität und Haptik. Eine Monofolie aus Polyethylen (PE) ohne Kaschierung, die sich darüber hinaus sehr gut umweltgerecht recyceln lasse, so Agrarfrost. Mit ihr will das Unternehmen pro Jahr mehr als 80 Tonnen Plastik einsparen und insgesamt möglichst bald ganz auf Kunststoff verzichten.

Bereits zu Jahresbeginn hat Agrarfrost Faltschachteln ohne Plastikbeschichtung für Kartoffelpuffer und Fritters lanciert. Bis Ende 2019 sollen alle Beutelverpackungen der Agrarfrost Pommes frites und Kartoffel-Tiefkühlspezialitäten im Einzelhandel auf die neue Folienverpackung umgestellt werden. Handelspartnern will Agrarfrost individuelle nachhaltige Verpackungslösungen anbieten, die den Plastikeinsatz reduzieren sollen. "Unser Ziel ist es, Vorreiter für umweltfreundliche und nachhaltige Kartoffelverarbeitung in Deutschland zu sein", führt Geschäftsführer Wulf aus. Die neue Beutelverpackung sei nur eines von vielen Projekten, die bis 2021 den Plastikanteil deutlich minimieren sollen.

Über Agrarfrost
Mit 800 Mitarbeitern an den Produktionsstandorten Aldrup bei Bremen und Oschersleben bei Magdeburg verarbeitet das Familienunternehmen Agrarfrost jährlich circa 600.000 Tonnen Kartoffeln von 200 Vertragslandwirten, die insgesamt auf 8.000 Hektar eigener Anbauflächen produzieren. Das Gros der hergestellten Erzeugnisse entfällt auf tiefgekühlte Kartoffelprodukte gefolgt von Kartoffelsnacks (Chips, Sticks) sowie Kartoffelflocken. Zum Portfolio des Familienunternehmens gehören die Marken Agrarfrost, Bördegold, Frenzel, Agrarfrost Professional sowie international Farmer's Friends und LVG.


stats