Bezahlen mit NFC-Technologie

Was beim Mobile Payment zu beachten ist

Mastercard

Mobile Payment ist immer wieder in aller Munde. So richtig durchsetzen konnten sich mobile Bezahlarten jedoch bisher noch nicht in Deutschland. Dieser Sommer könnte nun zum Mobile-Payment-Sommer werden. Vor Kurzem ging Garmin Pay in Deutschland mit einer digitalen VIMpay Mastercard live, die Deutsche Kreditwirtschaft kündigte die Digitale Girocard für Android-Smartphones für den Sommer 2018 an. Und seit dem 26. Juni ist Google Pay in Deutschland live.

Das klingt zunächst nach viel Auswahl, doch all diese Zahlarten eint der technische Standard, über den die Bezahlungen abgewickelt werden. Das Zauberwort lautet: NFC.

NFC steht für Near Field Communication und wird bereits seit einigen Jahren für einfache und sichere Kontaktloszahlungen mit Karten eingesetzt. Die Methode erfreut sich wachsender Beliebtheit.

Das bestätigt Patrick Brienen, Mitgründer vom iPad-Kassensystem orderbird: "Wir sehen einen massiven Anstieg an NFC-Transaktionen bei den bargeldlosen Zahlungen. Gastronomen und ihr Personal sollten sich also gut darauf vorbereiten, dass Kunden bald mit der Smartwatch, dem Smartphone oder anderen Wearables bezahlen. Das Gute: Das spart Zeit und beschleunigt die Prozesse!"

NFC-Zahlungen unterscheiden sich von klassischen Kartenzahlungen, indem die Transaktion kontaktlos ohne das Einführen der Karte im Kartenleser erfolgt. Die NFC-Karte oder das NFC-Wearable mit hinterlegter Karte werden einfach ans Kartenterminal gehalten die Zahlung ansonsten regulär durchgeführt.

Gastronomen können alle Rechnungsbeträge kontaktlos annehmen. Eine Besonderheit gibt es: Erst ab Rechnungssummen ab 25 € ist eine PIN-Eingabe notwendig, in der Schweiz bei Beträgen ab 40 CHF. Daher zeichnen sich NFC-Transaktionen gerade bei geringen Rechnungsbeträgen durch besondere Schnelligkeit aus.

Verbraucher erkennen am NFC-Zeichen auf ihrer Karte, ob diese für das kontaktlose Zahlen geeignet ist. Wearables und Smartphones müssen NFC-fähig sein. Gastronomen und Service-Kräfte bemerken NFC-Zahlungswünsche vor allem am Verhalten des Gasts. Hält er seine Karte und sein mobiles Endgerät / Wearable an den Kartenleser anstatt die Karte einzustecken, zahlt der Gast bewusst mit NFC.

Wir sicher sind NFC-Zahlungen?

Bargeldlose Zahlungen mit NFC sind extrem sicher. Einerseits werden keine Kontoinformationen übermittelt, stattdessen übernimmt ein einmalig erzeugter, verschlüsselter Token die Kommunikation rund um die Kartenzahlung. Somit übererfüllen NFC-Kartenzahlungen die Anforderungen der Datenschutz-Grundverordnung (DGSVO), da sie auf den von Kartenausgebern verabschiedeten Standard PCI-DSS (Payment Card Industry Data Security Standard) basieren. Für alle Kontaktlos-Transaktionen ohne PIN-Eingabe haften im Missbrauchsfall die Kartenausgebenden Banken. Eine Kartenzahlung mit NFC erfordert große Nähe – maximal 4 cm – zum Kartenleser: Es ist daher technisch nicht möglich, dass versehentlich der Nachbartisch die Rechnung begleicht.

Die Transaktionsgebühren für eine NFC-Zahlung richten sich nach dem Zahlmittel und dem Anbieter für die Kartenzahlung – also danach, ob es sich um eine Debit- oder Kreditkarte oder um eine Prepaid- oder Business-Karte handelt. Bei einem Wearable wie einer Smartwatch oder einem Smartphone wird die Zahlart gespeichert. Beispielsweise fallen bei orderbird für 0,95 % bei EC-Karten und 2,5 % bei Kreditkarten als Transaktionsgebühren an – ohne Mindestumsatz, Mietvertrag, Mindestlaufzeit. Sollten einzelne Zahlarten deaktiviert sein, muss dies dem Personal mitgeteilt werden.

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