Mindshyft

Personalpartnerschaften für Gastronomen

Keine Gäste bedeutet weniger Personalbedarf. Ein Start-up will vermitteln.
Imago Images / Sven Simon
Keine Gäste bedeutet weniger Personalbedarf. Ein Start-up will vermitteln.

Das Berliner Start-up Mindshyft vermittelt unbeschäftigtes Personal momentan kostenfrei aus der Gastronomie in Unternehmen, die im Gegenzug höheren Bedarf an Kräften mit passenden Qualifikationen haben. Die Initiative soll Unternehmen aus der Gastronomie unterstützen, die besonders stark von Kurzarbeit und Schließung betroffen sind.

"Personalpartnerschaften sind ein innovatives Instrument, um in der Corona-Krise Personal vor Einkommensverlusten zu schützen. Gleichzeitig profitieren andere Unternehmen, die ihren kurzfristigen Personalmehrbedarf nicht decken können – eine solche Situation ist aktuell durch die Corona-Krise gegeben. Jetzt ist genau der Zeitpunkt, die Wirtschaft noch stärker zu digitalisieren und neue Formen der Zusammenarbeit zu etablieren", sagt Philipp Langhanke, Co-Gründer und CEO von Mindshyft.

Und so funktioniert es: Gastronomen mit freien Kapazitäten laden die Angaben ihres zur Verfügung stehenden Personals in einem Profil hoch – mit den jeweiligen örtlichen und zeitlichen Verfügbarkeiten. Unternehmen mit Personalbedarf können diesen anfragen oder ihren Bedarf signalisieren. Laut Mindshyft adressiere man Unternehmen aller Branchen in Deutschland – im Vergleich zu anderen Portalen und Initiativen, die vor allem Handel und Landwirtschaft fokussierten. So breit aufgestellt, könne "eine immense Zahl potenzieller Personalpartnerschaften" entstehen.

Ausnahmeregelungen erleichtern den Austausch

Zu Beginn der Corona-Krise hatte das Bundesministerium für Arbeit und Soziales auf seiner Homepage klargestellt, dass viele Beschränkungen des Arbeitnehmerüberlassungsgesetzes (AÜG) in der Corona-Krise großzügiger ausgelegt werden. Entscheidend sei, dass entsprechende Voraussetzungen bei der Arbeitnehmerüberlassung zuträfen, wie zum Beispiel die Zustimmung der Mitarbeiter oder dass das Unternehmen nicht dauerhaft als Arbeitnehmerüberlasser tätig ist. Für den Launch und Betrieb von Mindshyft ist diese Klarstellung ein wichtiges und zentrales Fundament.

"Mindshyft will den Unternehmen in Deutschland helfen, mit Personalpartnerschaften besser durch die aktuelle Krise zu kommen", sagt CEO Philipp Langhanke. Gemeinsam mit seinem Co-Gründer und CTO Till Pape ist er davon überzeugt, dass das Modell für viele Branchen große Chancen bietet: "Für uns ein Grund, die Funktionalitäten bis auf weiteres komplett kostenlos zur Verfügung zu stellen."

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