Dishtracker

Vision Self-Checkout per KI

Kürzere Wartezeiten an der Kasse per KI und visueller Speisenerkennung sollen das Pausenerlebnis verbessern.
Dishtracker
Kürzere Wartezeiten an der Kasse per KI und visueller Speisenerkennung sollen das Pausenerlebnis verbessern.

Kassenschlangen rauben wertvolle Pausenzeit und Nerven – nicht nur den Gästen, sondern auch der Service-Crew im Betriebsrestaurant. Das österreichische Start-up Dishtracker will damit Schluss machen. Künstliche Intelligenz und Kameras an der Kasse sollen den Bezahlprozess beschleunigen.

Dishtracker erkennt über eine am Kassenplatz installierte Kamera Speisen und Getränke und bucht sie sekundenschnell ins Kassensystem. Geschäftsführer Johannes Raudaschl zum Einsatz von künstlicher Intelligenz (KI): "Wir trainieren die Software mit Bildern der Speisen. Das funktioniert sehr exakt und schnell." Bezahlt wird bargeldlos. Laut Unternehmen dauert der gesamte Checkout-Prozess so nur drei Sekunden, verkürze also die Wartezeit an der Kasse um rund 80 Prozent. Das Service-Team gewinne so Zeit für andere Aufgaben, der Gast Erholungszeit. Bis zu 14.000 kontaktlose Buchungen seien auf diesem Weg täglich möglich.

"Die Software ist bereits so umfassend mit Speisen und Daten von Kantinen und Restaurants aus aller Welt gefüttert, dass sich daraus hohe Erkennungsraten ergeben. Selbst wenn die Software eine Speise noch nie gesehen hat, erkennt sie etwa zu 99 Prozent, ob es sich dabei um eine Hauptspeise handelt. Für jedes neue Gericht brauchen wir daher nur ein einziges Bild", versichert CTO Alexander Hirner.

Qualitätskontrolle mit erledigt

Die Software integriere zudem Qualitätskontrolle und Waste Management: "Sind die Speisen korrekt angerichtet? Stimmt die Menge der Beilagen? Auch solche Dinge können anhand der Bilder überprüft werden", erläutert Raudaschl. Der Gastronom behalte den Überblick und könne in Echtzeit nachvollziehen, welche Speisen und Getränke ausgehändigt wurden und wie der Lagerbestand aussieht. Indem die Teller auch bei der Rücknahme gescannt würden, erhält der Betriebsleiter die notwendigen Informationen über Speisenrückläufe und kann die Portionsgrößen gegebenenfalls anpassen, Foodwaste künftig vermeiden und Kosten einsparen, so das Versprechen.
Über Dishtracker
Die Technik des österreichischen Start-ups Dishtracker hatte seine Premiere auf dem Oktoberfest 2017 bei Gastronom Josef Schmidbauer. Heute zählt das Unternehmen 17 Beschäftigte aus sieben Ländern. Zu den Kunden zählen Aramark, Compass Group und SAP. Zu den Investoren des Start-ups zählt Runtastic-Mitgründer Rene Giretzlehner.

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