Ford-Werke,USA

Autoteile aus Kaffeebohnen

Scheinwerfer aus Kaffeebohnen.
Ford-Werke GmbH/Rob Widdis Photography
Scheinwerfer aus Kaffeebohnen.

Im Zuge einer Kooperation mit McDonald's in den USA will Ford einigen Fahrzeugmodellen bald einen Koffeinschub verleihen. Bestandteile von Kaffeebohnen sollen in Bauteilen wie etwa Scheinwerfergehäusen verwendet werden.

Basis des Verfahrens sei ein neues Verbundmaterial aus Schalen der Kaffeebohne und Kunststoff. Es benötige ein Viertel weniger Energie und ermögliche Gewichtseinsparungen von 20 Prozent, so die Mitteilung aus den Ford-Werken.

Die Schalen der Kaffeebohnen sind ein Abfallprodukt, das in riesigen Mengen anfällt. Gemeinsam möchten Ford und McDonald's diesen Reststoff nutzen anstatt ihn zu entsorgen. Stark erhitzt bei niedrigem Sauerstoffgehalt lasse sich das Material mit Kunststoff und anderen Additiven vermischen und in formbare Pellets umwandeln. Die Qualitätsanforderungen für Teile wie Scheinwerfergehäuse und zahlreiche weitere Komponenten könne dieses neue Material erfüllen, dessen Wärmeeigenschaften laut Ford deutlich besser sind als bei einigen derzeit verwendeten Materialien. 

Plastik adé

McDonald's will Restaurant-Verpackungen bis 2025 vollständig aus erneuerbaren, recycelten und  zertifizierten Quellen beziehen. Außerdem entwickelt der Fast-Food-Riese einen recycelbaren beziehungsweise kompostierbaren Trinkbecher. Die Bemühungen sind Teil der Scale for Good-Initiative, einer globalen Verpflichtung McDonald's, um positive Veränderungen voranzutreiben. McDonald's und Ford planen, auch weitere Möglichkeiten zur gemeinsamen Nutzung von Reststoffen als Ressource zu erkunden.

Am aktuellen Projekt beteiligt sind in den USA außerdem Varroc Lighting Systems und Competitive Green Technologies. Der eine steuert die Scheinwerfer bei, der andere verarbeitet die Kaffee-Reststoffe. Ford hat sich zum Ziel gesetzt, recycelte und erneuerbare Kunststoffe zunehmend in Fahrzeugen zu verwenden.



Sie möchten Aktuelles zum Thema "Kaffee" lesen? Mehr fachlichen Input finden Sie in unserem "Kaffee"-Dossier.
stats