Schweiz

Künstliche Intelligenz gegen Food Waste

In der Schweiz werden pro Kopf jährlich rund 300 Kilogramm Lebensmittel weggeworfen, so das Schweizer Bundesamt für Umwelt.
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In der Schweiz werden pro Kopf jährlich rund 300 Kilogramm Lebensmittel weggeworfen, so das Schweizer Bundesamt für Umwelt.

Einen Computer mit Kamera und selbstlernender Software hat das Schweizer Start-up Kitro entwickelt, um Lebensmittelabfälle zu reduzieren. Das System beobachtet und misst Küchenabfälle, um künftig bedarfsgerechter einzukaufen, wie der Nachhaltigkeitsblog von Bluewin, Schweiz berichtet.

Der Trick ist, dass die intelligente Software in der Anwendung ständig aus den gesammelten Daten dazulernt. Damit sollen Betriebe ein vollautomatisches Controlling mit Mehrfachnutzen erhalten.

Starke Nachfrage

Da das Kitro-System nicht zuletzt durch gezielten Einkauf Geld spart, ist die Nachfrage aus der Gastronomie hoch. Großküchen, Betriebsrestaurants, Systemgastronomie und Schulen sind die Haupzielgruppen der beiden Software-Pionierinnen Anastasia Hofmann und Naomi MacKenzie. Sie haben an der École Hotelière de Lausanne studiert und kennen den Küchenalltag aus eigener Erfahrung. "Zu Beginn fragten wir uns bekannte Betriebe an, ob sie interessiert seien, das Produkt zu testen. Jetzt kriegen wir einfach so Anfragen von Gastroküchen, ob sie das System schon nutzen könnten", erzählt Hofmann.

Kommunikation mitgedacht

Die geplanten Erfolge im nachhaltigen Umgang mit Lebensmitteln, wollen die Gründerinnen möglichst publikumswirksam kommunizieren, damit Essen langfristig wieder mehr wertgeschätzt wird. Dazu haben sie eine Kommunikationsstrategie für die Unternhemen mitentwickelt. Zurzeit wird beim Pilotprojekt der Mensa der Université de Lausanne auf einem Screen gezeigt, wie viele Lebensmittel pro Woche eingespart werden konnten.

2019 marktreif

Kitro befindet sich noch in der Finanzierungs-, Pilot- und Testphase. Derzeit wird der dritte Prototyp des Systems getestet. Im Januar stellten sich die kreativen Software-Expertinnen dem Elevator Pitch für Start-ups der Zeitschrift Wirtschaftswoche. 2019 soll das Produkt offiziell auf den Markt kommen.





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