Chick-fil-A

Hoher US-Besuch in Frankfurt/Main

Mit zwei Pop-up-Stores in Frankfurt am Main und in Lyon probte Anfang November die Nummer acht im US-amerikanischen Gastronomie-Markt ein erstes Marke-Zeigen und Fühler-Ausstrecken in Europa. Damit offenbart die seit 1967 bestehende und mit über 1.900 Outlets bisher ausschließlich in den USA (Ausnahme: 1 Store in Kanada/Calgary Airport) vertretene Chicken-Marke erstmals mögliche Expansions-Pläne außerhalb des amerikanischen Kontinents.

Deutschland zählt zum Kreis der favorisierten Zielländer. Bei Chick-fil-A handelt es sich um eine der profiliertesten Quickservice-Marken Nordamerikas mit einem erwarteten Umsatz von 6,5 Mrd. US$ für 2015. Das entspricht im Schnitt etwa 2,7 Mio. US$ pro Betrieb – „allerdings holen starke Filialen durchaus 4 Mio. US$ jährlich“, ergänzt Vice President Rich Matherne zugleich zuständig für Internationales. Dabei muss gesagt werden, dass der Umsatz an sechs Tagen generiert wird, da die Chick-fil-A-Restaurants Sonntags geschlossen haben. Das war von Anfang an den religiösen Grundsätzen des Familienunternehmens geschuldet, dessen Gründer Truett Cathy den Mitarbeitern einen freien Sonntag gewähren wollte. Bis heute hat auch die zweite Führungsgeneration um Dan Truett diese Tradition aufrechterhalten.

2016 plant das Unternehmen, dessen Produkt-Klassiker Chicken-Sandwich für etwa 40 % Umsatzanteil steht, über 100 Neueröffnungen. Dabei betont Rich Matherne, dass man Wert darauf lege, die Expansion stets nachhaltig und mit eigenem Cash flow voranzutreiben. Ähn-lich wie McDonald’s und Tim Hortons kauft Chick-fil-A häufig die Freestander-Immobilie – Matherne beziffert die Investitionen pro Store auf ca. 4 Mio. US$ mit Grundbesitz bzw. 2,5-3 Mio. US$ für Gebäude und In-terieur inklusive Double-Drive-Through-Lane.

Was die Marke neben einem großen Qualitäts-Bewusstsein für die Produkte und starker Handwerklichkeit auszeichnet – alle Chickenfilets werden von Hand paniert, die Zitronenlimonade aus frischen Zitronen selbst produziert usw. – ist die gelebte Mitarbeiterkultur. „Wir legen Wert auf außergewöhnlichen Service und ein ebensolches Hospitality-Niveau. Dazu schicken wir unsere Mitarbeiter z.B. zum Training in die Ritz Carlton-Hotels“, betont Rich Matherne. „We are known for great food, high speed and outstanding hospitality!“

Außerdem bestens bekannt ist die Marke in den USA für ihren markanten, mehrfach ausge-zeichneten Werbeslogan: ‘Eat mor Chikin‘ (auf zwei Beinen stehende Kühe mit Umhängeta-feln), der dem Konsumenten humorvoll suggeriert, anstatt Rindfleisch mehr Chicken zu verzehren.

www.chick-fil-a.com





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