USA

IHOP will Applebee’s kaufen

Entstehen wird mit insgesamt über 3.350 Standorten und nahezu 7 Mrd. Dollar Umsatz eines der größten US-Unternehmen der Kategorie Sit-down-Restaurants. Applebee’s liegt mit 1.800 Units in einer Umsatz-Größenordnung von knapp 4,5 Mrd. Dollar, IHOP bringt bei 1.200 Stores über 2 Mrd. Dollar auf die Waage.

Gestern gab Julia Stewart, CEO der IHOP Corporation, ihren Plan bekannt, Applebee’s International Inc. zu akquirieren. Dazu muss man einiges wissen, um das Sensationelle an der Meldung zu verstehen:
  • IHOP, die deutlich kleinere Company, hat einen scharfen, aber erfolgreichen Turn-around hinter sich. Das Pancake-Konzept ist wieder gefragt. Mrs. Stewart verkaufte praktisch alle Eigenregie-Betriebe an Franchise-Nehmer. Das stärkte die Umsätze, den Cash-Flow und half, die Aktie wieder kraftvoller zu machen.
  • Die 51Jährige will bei Applebee’s analog vorgehen, um den Kaufpreis finanzieren zu können.
  • Randbemerkung: IHOP gehörte vor rund 25 Jahren zum Wienerwald-Imperium. Die Restaurant-Marke, eine der ältesten Nordamerikas, wurde nach dem Wienerwald-Zusammenbruch 1982 wieder veräußert.
  • Applebee’s ist seit Februar 2007 auf dem Markt – und die IHOP Corporation war nicht die einzige Firma, die sich um die ebenfalls sehr bekannte, aber angestaubte Marke bemüht hat.
  • Zur Finanzierung des Deals agiert IHOP wie eine Private Equity-Unternehmung heißt es in Investment-Kreisen („Essentially it’s doing a debt-for-equity trade.“). Heftige Diskussion in der Branche.
  • Hintergrund: Restaurant-Marken im Mittelfeld tun sich schwer in diesen Tagen. Sie befinden sich sozusagen in einer Sandwich-Position. Der US-Verbraucher hat immer höhere Ansprüche an schmackhaftes Essen, und er will eigentlich eine 20-Dollar-Mahlzeit zum Preis von 12 Dollar.
www.ihop.com
www.applebees.com




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