Domino’s

In Deutschland wird’s teurer als gedacht

Für das deutsche Business hat Domino’s Pizza UK, unter deren Dach neben Großbritannien, Irland sowie der Schweiz auch die hiesige Domino’s Gesellschaft angesiedelt ist, kürzlich angekündigt, die Zahl der Eigenregie-Betriebe möglichst rasch zurückfahren zu wollen. Hintergrund sind Verluste in höherem Umfang als erwartet, die Rede ist aufs Gesamtjahr bezogen von voraussichtlichen Mehrverlusten in der Größenordnung zwischen 2 und 3 Mio. GBP.

Dies wird im Wesentlichen auf die schwache Performance der 14 Eigenregie-Stores sowie zusätzliche Trainingskosten zurückgeführt. Die 11 Franchisebetriebe wiesen eine erheblich bessere Performance auf.

Lance Batchelor, CEO Domino’s UK, kündigte an, man werde die Mehrzahl der deutschen Eigenregiebetriebe baldmöglichst in Franchisehände übergeben und nur eine kleine Zahl von Trainings-Stores behalten. Dies entspreche der bereits beim Einstieg in den UK Markt vor 10 Jahren verfolgten Strategie. Die Corporate Stores hätten eine Schlüsselrolle bei der Anpassung von Produkten und Services an den neuen Markt gespielt, ihr volles Potenzial lasse sich jedoch besser unter Fremdregie ausschöpfen.

Domino’s ist vor zwei Jahren in den deutschen Markt eingestiegen – erneuter Anlauf nach einem glücklosen Versuch in den 80ern.

Aktuell zählt die weltweit führende Pizza Delivery-Marke hierzulande 25 Outlets, davon kamen sieben im 1. Halbjahr 2013 neu hinzu. Plangetreu sollen im 2. Halbjahr zwölf weitere Units ans Netz gebracht werden.

Im 2. Quartal lagen die systemweiten Umsätze in Deutschland laut Quartalsbericht bei 2,4 Mio. € (Vorjahr: 0,7 Mio. €). Das Plus auf bestehenden Flächen wird mit 11,1 % angegeben – nach rd. 40 % im 1. Quartal.

Domino’s UK erzielte im Heimatmarkt mit 740 Outlets im letzten Quartal ein Same-to-Same-Umsatzplus von 6,1 %. Die 1960 in den USA gegründete Marke zählte Ende 2012 weltweit 10.255 Standorte.

www.dominos.co.uk




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