Rom

Jüngstes und größtes Eataly. Sehenswert!

Guter Starterfolg für den Mega-Store. Mitte Juni eröffnete in Rom Oscar Farinettis bislang größtes Eataly-Outlet. Resonanz in den ersten Wochen: täglich zwischen 10 Uhr morgens und Mitternacht im Schnitt 25.000 Menschen und täglich 5.000 bis 8.000 Essen bei 1.600 Sitzplätzen. Vor allem das Abendgeschäft ist der ganz große Renner.

17.000 qm Fläche für Food und Foodservice auf vier Ebenen. Und wieder heißt es: Einkaufen (14.000 Artikel), Essen (23 Restaurants, Cafés & Co.) und Lernen (große Kapazitäten für Kochkurse, Produktschulungen, Food-Seminare – ja, sogar Kongresse). 560 Mitarbeiter. Sie zu bekommen, war keinerlei Schwierigkeit (hohe Arbeitslosigkeit in Italien, begehrenswerter Arbeitsplatz). Der visionäre Unternehmer betreibt das Eataly in Eigenregie. Farinetti partnert hier nur mit wenigen gastronomischen Subunternehmern, wo die persönliche Kompetenz und Präsenz erforderlich erscheint.

























Man ist mit Slow-Food verbündet, die Produkte kleinerer Produzenten sowie italienischer Genusskultur stehen im Vordergrund.

Ein sehr sehenswertes neues Objekt. Wer es studieren will, bringt am besten mindestens drei bis vier Stunden mit (Hälfte vormittags oder nachmittags und Hälfte Lunch- oder Dinner-Zeit). Bei Neugierigen: sehr liberale Einstellung des Managements zum Fotografieren.

Es heißt, der Visionär habe hier 80 Mio. € investiert und wolle mittelfristig 300 Mio. € Nettoumsatz pro Jahr generieren. Und dies: trotz Krise. Als Publikum angepeilt sind sowohl die Römer als auch die Touristen – ein Shopping- und Vergnügungsparadies erster Güte.

Zum Vergleich: Das bislang größte Eataly – seit Mitte 2010 ein Pilgerplatz – steht in New York, zählt 4.500 qm Fläche und soll, so heißt es, im ersten vollen Geschäftsjahr über 80 Mio. Dollar erzielt haben. Dort partnert der italienische Unternehmer mit lokalen Größen. Dasselbe gilt in Japan, wo es bereits knapp 10 große und kleine Eatalys gibt.

Der Standort in Rom an der antiken Via Ostiense wurde 1990 als Terminal für die Fußball-WM gebaut und war zwischenzeitlich Symbol verschleuderter Gelder. Jetzt die komplett andere Nutzung in einem Stadtteil, der durch diverse Strukturmaßnahmen besonders perspektivenreich ist.

In Turin entstand 2007 das erste Eataly und war von der Stunde Null weg für Fachleute eine wichtige Adresse.

Siehe auch food-service: Ausgabe 5/2012, Seite 32 – 34.

Übrigens, sowohl in New York City als auch in Rom lag praktisch der komplette Ladenbau in den Händen von Franco Costa (Costagroup).

www.eataly.it
www.eatalyny.com
www.costagroup.net


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