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M&B zapft den Fassweinmarkt an

Nahezu unbemerkt hat Mitchells & Butlers (M&B), mit über 2.000 Outlets Großbritanniens führender Betreiber von Pubs und Pub-Restaurants, das Angebot von Fasswein installiert. Wein, der wie Bier gezapft wird. Eine wegbereitende Innovation im britischen Markt. Wein vom Fass gibt es jetzt im gesamten M&B-Konzepte-Portfolio - inklusive All Bar One, Harvester, Vintage Inns und Project S.

Dazu muss man wissen, dass das Unternehmen früher Teil des Brauereikonzerns Bass war. Und dass die Engländer zwar große Biertrinker sind, der Konsum aber seit langem rückläufig ist. Der Weinabsatz dagegen steigt seit einigen Jahren rasant an. Wein gilt als die wertigere Alternative. Insbesondere bei Frauen und bei jüngerem Publikum.

Fasswein wird bei M&B in Karaffen (halber und ganzer Liter) serviert. Spannen und Rentabilität seien im Wesentlichen vergleichbar mit Bier. Der Schritt von Flaschen zur Fassware hat unter anderem auch den Hintergrund, aus dem Preisvergleich mit Supermarktketten wie Tesco herauszukommen.


M&B kauft den Fasswein in großen Mengen direkt bei den Weingütern ein, entsprechend die Konditionen.

Spannend auch das Merchandising: Die Thekenrückseiten sind mit Holzfass-Optik versehen, hier wird gezapft wie an einem Armaturenbrett. Rohre führen in den Keller zu den Fässern – exakt wie beim Bier.

Mitchells & Butlers nennt fürs Geschäftsjahr 2005 einen Umsatz von knapp 2,5 Mrd. € (1,66 Mrd. £), der Operating Profit betrug 297 Mio. £ - eine Umsatzrendite von knapp 18 %. In Deutschland gehört die Alex-Kette zu M&B.

Unter den größten Foodservice-Gruppen Europas steht Mitchells & Butlers nach McDonald's, Compass, Sodexho Alliance und Elior auf Platz 5 – vor Burger King und YUM! Brands.

www.mbplc.com

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