Subway

Spektakuläre Location auf Ground Zero

Subway hat sich eine der exklusivsten Restaurant-Locations in New York City gesichert: Das jüngste Outlet der Sandwichkette in der US-Metropole eröffnete am Mittwoch auf dem Gerüst der Baustelle 1 World Trade Center, dem Wolkenkratzer, der derzeit auf Ground Zero, dem Ort der Terroranschläge vom 11. September, errichtet wird. Das Gebäude wird nach seiner für 2013 geplanten Fertigstellung das höchste der Stadt sein – und das aktuell im 27. Stockwerk angesiedelte Subway-Restaurant soll laut einem Bericht der New York Times mit in die Höhe klettern.

Die meisten Gäste des Franchisestores dürften Bauarbeiter sein, die hunderte Meter über dem Boden das neue World Trade Center hochziehen und bei Subway ihre Mittagspause verbringen. Dresscode? Schutzhelm, Overall, Sicherheitsweste und Schutzbrille. Ausweis und Mitgliedsausweis der Gewerkschaft sind Zugangsvoraussetzung für das Restaurant.

Es wurde von DCM, dem selben Bauunternehmen gebaut, das auch für das Stahlgerüst des 105 Stockwerke hohen Wolkenkratzers verantwortlich zeichnet. Das Subway-Outlet befindet sich in einem von vier beweglichen ’Pods’ auf hydraulischen Beinen, die an zwei Kränen befestigt sind. In den anderen Pods sind Büros, Umkleideräume und Waschräume untergebracht.

Bei einer Baustelle wie dem World Trade Center kann eine 30-minütige Mittagspause schnell eine Stunde dauern, wenn die Arbeiter erst mit einem Aufzug nach unten auf die Straße gefahren werden müssen, um sich mit Essen zu versorgen. Um diese Zeit zu sparen, hat sich die Bau-Company die vier ’Pods’ rund 3 Mio. Dollar kosten lassen. „Die Tage, in denen man auf den Stahlbalken sitzend gegessen hat, sind lange vorbei“, so DCM-Vizepräsident Bill Grutta.

Das Innenleben der Subway-Unit unterscheidet sich indes kaum von dem anderer Outlets: eine Küche, ein Tiefkühlschrank, ein Service-Counter und Kühlschränke für die Drinks sind vorhanden. Eine Ebene tiefer befindet sich eine klimatisierte Lounge mit Tischen und Stühlen. Ein Kompost-Container und ein Verdunster verarbeiten alle festen und flüssigen Abfälle.

Franchisenehmer Richard Schragger, der vier weitere Subway-Outlets in Manhatten betreibt, soll allerdings der NYT zufolge recht nervös gewesen sein, als er am Eröffnungstag kostenlose Cookies an seine muskulöse Kundschaft verteilte. „Ich erwarte nicht, dass die vegetarischen Offerten zu großen Rennern werden“, so Schragger. „Die Jungs werden Proteine wollen.“ Das F&B-Angebot entspricht noch dem anderer Subway-Stores, allerdings könnte die besondere Lage des Restaurants dazu führen, dass es in Zukunft auch Lasagne, Burger und Hot Dogs für die Höhenarbeiter geben wird. Auch der Einzug einer Papa John’s-Pizza-Filiale ist offenbar im Gespräch.

Subway zahlt übrigens keine Miete für die Location und DCM ist auch nicht an den Umsätzen beteiligt. Sollten die festgesetzten Umsatzziele nicht erreicht werden, will das Bauunternehmen den Gastronomen sogar bezuschussen. Der Standort am Ground Zero führt nun die Liste der ungewöhnlichen Subway-Shops an, darauf auch eine Kirche in Buffalo und ein Ausflugsschiff auf dem Rhein.

Richard Schragger freut sich schon, wenn sein Restaurant mit der Zeit weiter in die Höhe steigt. „Die Aussicht wird toll werden. Ich bin sicher, es wird eine der spektakulärsten Adressen für das Mittagessen in Manhattan sein.“

www.subway.com


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