Starbucks

Erste Reserve Roastery in Europa verkündet

Die amerikanische Kaffeebar-Kette hat den europaweit ersten Standort der Reserve Roastery bekannt gegeben. Ende 2018 geht in Mailand die Starbucks-Premium-Linie an den Start, im historischen Palazzo Delle Poste. Das Unternehmen wagt erstmals den Schritt nach Italien – der Espresso-Hochburg schlechthin. Gegenwind bekommt Starbucks bereits jetzt zu spüren.

Weltweit betrachtet, zählt Starbucks am Tag der Eröffnung in Mailand fünf Reserve Roasterys. In dem Gebäude am Piazza Cordusio will die Marke auf knapp 2.500 qm Single-Origin-Bohnen und handwerkliche Zubereitung zelebrieren.

“It took us some time to find it, but once I walked through the former Post Office building, I knew that it would be the perfect location to honor the craft of coffee and pay respect to the uniquely Italian culture in which it will be served,” erklärte Howard Schultz, Starbucks Chairman und CEO. “This store will be the culmination of a great dream of mine – 34 years in the making – to return to Milan with one of the most immersive, magical retail experiences in the world.”

Auch der Mailänder Bürgermeister Giuseppe Sala meldete sich zu Wort: “As mayor and as a citizen of Milan I am pleased that an international company, known for its standing and reliability such as Starbucks, has decided to invest in our city, choosing the famous Post Office building as the site of its first store in Italy.”

Am jüngsten Investor Day verkündete Starbucks, dass weiter in die Premium-Marke Reserve investiert wird und weltweit 20 bis 30 Roastery Standort im Lauf der Zeit eröffnen sollen.

Das Design der Kaffeebar wird speziell für Mailand entwickelt, die Hauptrolle spielen wie in Seattle (seit 2014) das Theatre of Coffee und die Backwaren des Italieners Rocco Princi, dem globalen Food-Lieferanten der Roasterys (Schanghai 2017 und New York sowie Tokio 2018).

Der italienische Lizenzpartner Percassi will 2018 auch klassische Coffee Houses in Mailand eröffnen.

Erst in der vergangenen Woche löste Starbucks einen Skandal in Mailand aus. Das Unternehmen wollte einen exotischen Garten vor dem Mailänder Dom anlegen und der Stadt schenken. Doch Stimmen von Espresso-Fans, Nationalisten und Rechtsextremisten wurden laut. Selbst eine Warnung vor einer drohenden ‘Afrikanisierung Italiens‘ wurde ausgerufen. Die ersten gepflanzten Palmen haben Brandstifter kürzlich angezündet. Ein Stopp des Projekts hat Starbucks jedoch nicht verkündet. Unverständnis zeigt sich in den Medien gegenüber der Ablehnung der Palmen, sie ist schließlich Teil des Mailänder Stadtwappens.

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