McDonald’s

Europäer kommt an die Spitze des US-Konzerns

McDonald’s, der größte Gastronomie-Konzern der Welt, bekommt ab 1. März 2015 mit Steve Easterbrook (48) erstmals einen europäischen President und CEO. Nach dem Geschäftsjahr 2014, mit der schlechtesten Umsatzentwicklung der Marke seit Jahrzehnten, muss Don Thompson (51), der erst 2 ½ Jahre an der Spitze stand, gehen. Letzteres war erwartet worden – eigentlich schon früher.

Nach Bekanntgabe des Führungswechsels stiegen die Aktien von McDonald’s an der New Yorker Börse um 3,4 %.

Easterbrook, der neue CEO, war zuletzt Senior Executive Vice President and Chief Brand Officer in der Zentrale in Oak Brook nahe Chicago. Der Engländer kam 1993 zu McDonald’s als Financial Reporting Manager in London, es folgten diverse Managementpositionen. Ihm gelang in der Nuller-Dekade der Turnaround von McDonald’s UK. Anschließend war er President McDonald’s Europe. Nach einem kurzen Ausflug zu den beiden UK-Marken Wagamama und Pizza Express kehrte er im April 2013 zu McDonald’s zurück und zwar nach Oak Brook.

Don Thompson – glücklos in seiner Aufgabe – verlässt das Unternehmen nach knapp 25 Jahren: „It's tough to say goodbye to the McFamily, but there is a time and season for everything. I am truly confident as I pass the reins over to Steve, that he will continue to move our business and brand forward.” Thompson war Jim Skinner gefolgt, ein ausgesprochen erfolgreicher CEO über viele Jahre.

Das Unternehmen gab 2 weitere Führungswechsel in der Spitze bekannt: Kevin Ozan wir neuer Executive Vice President and Chief Financial Officer, Pete Bensen wird Chief Administration Officer.

Der Konzern kämpft national und international aktuell mit rückläufigen Zahlen, das erste Mal seit rund 30 Jahren. Am stärksten der Druck in der Heimat, wo die Marke vor allem die jüngere Generation als selbstverständliche Kunden verliert.

In Europa schwächelt das System insbesondere in den beiden großen Ländern Frankreich und Deutschland, in Asien leidet der Konzern unter einem Hygiene-Skandal. Und auch im Mittleren Osten und Afrika geht das Geschäft zurück. Der Marke fehlt es jüngst an Attraktivität, vor allem im Kernsortiment wurde zu wenig innoviert. Benchmark für Burger sind in vielen Ländermärkten längst Gourmet Burger-Marken geworden. In USA etwa Shake Shack und Five Guys.

McDonald’s global stand 2013 für insgesamt 89,1 Mrd. $ System Sales bei gut 35.000 Restaurants in knapp 120 Ländern. Über 80 % der Umsätze sind in Franchisebetrieben erwirtschaftet.

Europa stand in diesem Geschäftsjahr für 21,4 % der Restaurants, 29 % der System Sales und 38,4 % des Operating Income der Muttergesellschaft.

Die Zahlen fürs Geschäftsjahr 2014 folgen in Kürze.

www.mcdonalds.com



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