Brexit

Experten prognostizieren steigende Food Costs

Die britische Beraterfirma Prestige Purchasing erwartet nach dem angekündigten 'Brexit' von Großbritannien aus der EU steigende Kosten für Food und Getränke. CEO David Read sagte, einige Effekte, wie beispielsweise Importzölle und höhere Kosten für Arbeitskräfte würden sich erst auswirken, wenn das Vereinigte Königreich tatsächlich die Union verlassen habe. Der Wertverlust des Britischen Pfunds dagegen, der sich bereits unmittelbar nach dem Referendum abzeichnete, werde, falls er sich fortsetzt, schon zum Ende dieses Sommers zu einem spürbaren Preisanstieg bei Lebensmitteln führen.

"Großbritannien produziert nur etwa 60 Prozent seiner Lebensmittel selbst", erklärte Read. Jährlich werden Nahrungsmittel für 21 Mrd. Pfund eingeführt. Etwa 70 Prozent der Food-Importe stammen aus der EU. Die Pfund-Abwertung wirke sich aber auch gegenüber vielen anderen Währungen, wie zum Beispiel dem Dollar aus. 

Nach dem Kurssturz am vergangenen Freitag auf 1,37 Dollar erwarten Analysten, dass das Pfund in den kommenden Wochen bis auf 1,20 Dollar fallen könnte. "Ein Kursverfall von bis zu 20 Prozent war vorhergesagt worden", kommentiert Read, "und das erscheint immer wahrscheinlicher. Wenn diese Entwicklung längerfristig anhält und sich der Mix der importierten Güter nicht ändern, könnten die Kosten für Foodservice-Anbieter um bis zu 8 Prozent erhöhen." 

www.prestige-purchasing.com

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