USA

Ikea und Standalone Restaurants?

Es war eine vielgelesene News in der Online-Welt: Gegenüber dem US-Magazin Fast Company sollen hochrangige Vertreter von Ikea kürzlich erklärt haben, Standalone-Cafés und Restaurants seien eine überlegenswerte Option. Doch eine Entscheidung sei nicht gefallen und konkrete Pläne gebe es keine, so rückte das Unternehmen jüngst in einem Statement die Dinge zurecht.

Dem Bericht von Fast Company zufolge kommen 30 % der Kunden in den amerikanischen Ikea-Outlets allein des Essens wegen. Der Möbel-Gigant verkauft allein mehr als 1 Mrd. Köttbullars im Jahr, das Signature-Produkt ist fester Bestandteil der Speisekarte in den Ikea-Restaurants, nicht nur in den USA, wo das schwedische Unternehmen seit 32 Jahren vertreten ist. Inzwischen kam eine vegetarische Variante hinzu, um den aktuellen Nachfragetrend aufzugreifen.

Das Food-Angebot bei Ikea setzt überall auf typisch nordische Küche, ergänzt um jeweilige landestypische Offerten wie Mac-and-Cheese in den USA.

In der jüngeren Vergangenheit wurde in einigen Metropolen weltweit mit verschiedenen Pop-up-Aktivitäten experimentiert, darunter letztes Jahr The Dining Club in London, cafe-future.net berichtete (www.ikeathediningclub.com), und dem Foodtruck-Format Schwedenbistro auf Achse, das im Frühsommer letzten Jahres durch Deutschland tourte.

Die Gesamteinnahmen des Ikea-Konzerns (Ingka Holding B.V. und ihre Konzerngesellschaften) stiegen im Geschäftsjahr 2016 auf 35,1 Mrd. €, ein Plus von 7,4 % im Vergleich zum Vorjahr. Die Einrichtungshäuser zählten im vergangenen Jahr weltweit 783 Mio. Besucher. In den gastronomischen Abteilungen (Restaurants, Schwedenshops und Mitarbeiter-Restaurants) wurden weltweit 1,7 Mrd. € Umsatz erzielt. In Deutschland erreichte die Ikea-Gastronomie 2016 in 51 Häusern (+1 zum Vorjahr) Umsätze von 221,0 Mio. € (nach 204,0 Mio. € im Jahr zuvor).

www.ikea.com

www.fastcompany.com/40400784/ikeas-big-bet-on-meatballs




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