Jamie Oliver startet ‘Food Revolution’ in den USA

Amerikas ‘ungesündeste Stadt’, Huntington, West Virginia, war Drehort für Jamie Olivers neuesten TV-Coup: ’Jamie’s Food Revolution’ hat sich nichts Geringeres zum Ziel gesetzt, als die Esskultur der Amerikaner grundlegend zu verändern. Den Anfang machten in den ersten beiden am Wochenende vom Sender ABC ausgestrahlten Folgen der sechsteiligen Serie eine Grundschule, in der bereits zum Frühstück Pizza serviert wird, und eine Durchschnittsfamilie, deren Body Mass-Index weit über der Norm liegt.

Die Widerstände, auf die britische Koch-Popstar, der bereits die Schulverpflegung in seinem Heimatland auf den Kopf stellte, dabei traf, waren derartig groß, dass dem bald vierfachen Vater nicht nur einmal die Tränen in den Augen standen. „Wir kochen seit Jahren so, was soll daran schlecht sein?“, lautete eines der häufigsten Argumente gegen jegliche Veränderung auf dem Speiseplan der Grundschule, in der Kinder Tomaten für Kartoffeln halten und noch nie zuvor eine Aubergine gesehen haben. Der Mutter von drei stark übergewichtigen Kindern erklärte Oliver, dass Sie ihren Nachwuchs mit Fast Food und Co. früher oder später umbringe, und brachte sie so dazu, ihre Fritteuse im Garten zu vergraben.

Dass es damit jedoch nicht getan ist, sollen die nächsten Folgen der Serie zeigen, wenn Jamie unter anderem das Essverhalten der Studenten an Huntingtons Marshall University unter die Lupe nimmt. Um den Menschen in Huntington ganz konkret beizubringen, wie sie mit frischen Zutaten Leckeres kochen können, wurde darüber hinaus eine eigene ’Jamie’s Kitchen’ in der Stadt installiert.

Wie ernst es dem Kochstar mit seiner Food Revolution ist, zeigt seine Website: Hier können Unterstützer der Idee eine Petition unterzeichnen – über 100.000 haben bereits mitgemacht. Nach Ausstrahlung der Serie soll die Unterschriftenliste Präsident Barack Obama vorgelegt werden. Außerdem stellt Jamie allen interessierten Rezepte und Tipps für eine gesunde Schulverpflegung zur Verfügung. Schulköche, die sich beim Kampf gegen das Übergewicht bei Schulkindern besonders hervor tun, bekommen den Titel ’Revolution Heroes’ verliehen.

Laut einer aktuellen Studie sind mehr als 7 % der Jungen und 5,5 % der Mädchen zwischen zwei und 19 Jahren in den USA extrem fettleibig. Das sind über 4 Mio. Kinder. „Wenn diese Kinder ihre Lebensgewohnheiten nicht ändern, verringert sich ihre Lebenserwartung um 10 bis 20 Jahre“, so die Macher der Studie vom Kaiser Permanente Southern California's Department of Research and Evaluation in Pasadena.

www.jamieoliver.com

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