Deliveroo

Jüngste Finanzierungsrunde auf 480 Mio. $ aufgestockt

Deliveroo hat erneut Geld eingesammelt. Die jüngste Finanzierungsrunde ('Series F') brachte dem Lieferdienstleister im September dieses Jahres 385 Mio. $ und nun nochmals rd. 100 Mio. $ ein. Mit der neuen Finanzierungsrunde stieg die Bewertung des erst 2013 gegründeten High Tech-Unternehmens auf 2 Mrd. US $.

Die aktuelle Finanzierungsrunde wurde angeführt von T. Rowe Price und Fidelity - zuvor schon bei globalen Technologie-Companies wie Facebook, AirBnB oder Tesla engagiert. Die bestehenden Investoren DST Global, General Catalyst, Index Ventures und Accel Partners haben ihre Anteile aufgestockt. Zum Zuge kamen auch private Investoren.

Das Unternehmen mit Hauptsitz in London erklärt, nächstes Jahr substanziell im internationalen Restaurantsektor investieren zu wollen, und benennt drei primäre Wachstumsfelder:

Zügiger Ausbau des Delivery Editions Programms (delivery-only-kitchens). Deliveroo Editions stellt Restaurants die nötige Infrastruktur zur Verfügung, um jenseits des eigenen Standorts reine Küchen-Satelliten zu etablieren und damit ihre Reichweite bei geringem Investitionsaufwand zu erhöhen. Editions nutzt seine gewonnenen Daten für die Standortwahl (wo versprechen welche Konzepte auf möglichst hohe latente Nachfrage zu treffen?). Editions ist bereits in mehreren britischen Städten im Einsatz, darunter London, Leeds und Manchester, außerdem in Melbourne, Hongkong, Dubai, Singapur und Paris.

Verstärkung des eigenen Teams von Technologie-Spezialisten. Artificial Intelligence und optimierte Liefer-Algorithmen sind 'the name of the game' in umkämpften Markt der Liefer-Provider, hier heißt es die Nase vorn zu haben, um Tempo, Qualität und Effizienz für beide Seiten - den Gastronomen wie den Endkunden - weiter zu beschleunigen.

Beschleunigte Expansion in neue Städte und Länder. In den vergangenen zwölf Monaten hat Deliveroo ein beträchtliches Expansionstempo vorgelegt. Die Zahl der angeschlossenen Restaurants stieg um 60 % auf 30.000 weltweit, davon knapp 10.000 im Heimatland Großbritannien (+70 %). Analog wuchs die Zahl der Lieferfahrer um mehr als 50 % auf 30.000. Soeben wurde bei den weltweit bespielten Städten die 200er-Marke geknackt: Seit Dienstag dieser Woche ist der Lieferdienst auch im französischen Cannes aufgeschaltet.

Will Shu, Gründer und CEO Deliveroo, zur jüngsten Finanzspritze: “The next exciting phase of the global restaurant industry will see more power being handed to the consumer, with restaurants better able to cater for consumers’ needs because they have richer data to work with. This investment will help to accelerate this process, bringing more people more choice, healthier options and new food. As our technology improves deliveries will become faster and our selection on offer will become more varied.”

In fünf früheren Finanzierungsrunden hatte Deliveroo bis zum August 2016 (Abschluss der Series E) nach eigenen Angaben insgesamt 475 Mio. $ erhalten.

Gemäß dem Jahresabschluss 2016 hat Deliveroo im vergangenen Jahr 128,6 Mio. GBP umgesetzt. 2015 waren es lediglich ca. 18 Mio. GBP. Zugleich ist auch der Verlust von 30 Mio. auf 129 Mio. GBP gestiegen. Der Geldbedarf ist hoch, denn die rasche Expansion ist ohne hohe investive Vorleistungen nicht zu machen.

www.deliveroo.co.uk



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