NYC

Kult-Marke eroberte Börse im Handumdrehen

Der New Yorker Spitzengastronom Danny Meyer brachte seine Better Burger-Kette an die Börse. Der IPO brachte über 100 Mio. $ Geld in die Kassen. Shake Shack ist so mit nur 63 Restaurants mehr als 1,6 Mrd. $ wert. Und Danny Meyer um 340 Mio. $ reicher.

Die Marke hat am New York Stock Exchange das Tickersymbol ‘SHAK‘. Shake Shack zählt in den USA zu den erfolgreichsten Neukonzepten der Nuller-Dekade und hat in Manhattan Kultstatus. Die Umsätze des Konzepts sind atemberaubend. Im Durchschnitt erlöste Shake Shack in Manhattan 2013 pro Unit 7,4 Mio. $, außerhalb dieser Metropole an anderen Standorten der US-Ostküste im Schnitt 3,8 Mio. $. Daraus ergibt sich fürs Business in USA ein Schnitt von rund 5 Mio. $ pro Standort und Jahr. Dazu heißt es: „Everybody goes to Shake Shack.“

Zum beeindruckenden Börsendebüt gehört, dass der Kurs am 1. Tag um über 118 % auf 45,90 $ hochschoss. Die Erwartungshaltung an die Macher in NYC ist immens. Wohlgemerkt, Shake Shack will ‘nur‘ um 10 neue Restaurants pro Jahr wachsen. Das dürfte nicht reichen, um die Wallstreet nach diesem Feuerwerk zufrieden zu stellen.

2015/16 plant Shake Shack genau wie die US-Marke Five Guys (ebenfalls Gourmet-Burger) auch im deutschen Markt zu starten.

Danny Meyer’s Union Square Hospitality Group LLC (USHG) gründete die Marke im Jahr 2004. Wohlgemerkt, die Wurzeln reichen zurück bis ins Jahr 2001, als man mit einem Hot Dog-Stand im Madison Square Park begann. Daraus wurde wenig später ein Business, das sich auf die amerikanischen Klassiker-Produkte, sprich Premium-Burger, Shakes und Co. fokussiert, außerdem gibt es Bier und Wein zu trinken.

Von den aktuell 63 Units stehen sieben in Manhattan. Insgesamt sind es 31 Eigenregie-Betriebe in USA, dazu kommen fünf Franchise-Einheiten in Nordamerika sowie 27 im internationalen Geschäft (20 Middle East, 1 Istanbul, 1 Moskau, 1 London). Im Fiskaljahr 2013 gelangen systemweite Erlöse von 139,9 Mio. $ (2012: 81 Mio. $).

Bereits Mitte der Nuller-Dekade wurde Mohammed Alshaya mit seiner Gruppe internationaler Lizenzpartner – sein Multi-Marken-Business, hauptsächlich in Middle East, zählt aktuell über 800 Units. Zum Portfolio gehören Namen wie etwa auch The Cheesecake Factory, P.F. Chang‘s, Le Pain Quotidien, Starbucks usw.

Randy Garutti, CEO, war einer der herausragenden Redner beim 15. European Foodservice Summit in Zürich im Herbst 2014. Er: „We open Shacks in areas where communities gather, often with high foot traffic and substantial commercial density, such as New York City's Theater District, London's Covent Garden and Dubai's Mall of the Emirates. We have been able to successfully grow across a variety of locations due to our versatile Shack formats and designs that are tailored to reflect each Shack community's core attributes. “

Übrigens, als damals der Name Shake Shack gewählt wurde, waren auch folgende Namen in der Diskussion: Custard’s First Stand, Dog Run sowie Madison Mixer.

Im US-Restaurant-Business wurden 2014 unter anderem folgende Marken mit respektablen Erfolgen an die Börse gebracht: Zoe’s Kitchen Inc. (87,5 Mio. $), El Pollo Loco Holding Inc. (112,8 Mio. $), The Habit Restaurants Inc. (90 Mio. $).

Going pubic ist in Nordamerika der klassische Weg um Eigenkapital für herausragende Expansion zu generieren.

www.shakeshack.com
www.ushgnyc.com



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