Marché Singapur übertrifft alle Erwartungen

Täglich mindestens 1.000 Gäste lassen sich die Frischeküche à la Marché in Singapur schmecken. „Zu Spitzenzeiten, am Wochenende, zählen wir sogar gut 1.600“, sagt Oliver Altherr, CEO Marché International, über seinen jüngsten Betrieb: im dritten Stock des brandneuen Mega-Shoppingcenters ’Vivo City’ direkt an der Küste vor der Freizeitinsel Sentosa. Vor allem in den Abendstunden sind die 250 Sitzgelegenheiten heiß begehrt – und für einen Platz inmitten zahlreicher kulinarischer wie dekorativer Zeugen Schweizer Lebensart nimmt man auch gern in Kauf, Schlange zu stehen.

Allein dieses allabendliche Bild beweist, dass das erste in Eigenregie betriebene Marché-Restaurant Asiens ein voller Erfolg ist. ’Exotic made in Switzerland’ funktioniert in Singapur auf 675 qm; fünf große Marktstände mit mehr als 10 Stationen bieten Klassiker wie Pasta, Gemüse, Suppen, gegrilltes Fleisch, Brot und Kuchen sowie frisch gepresste Säfte. Neu dabei im ca. 250 Produkte umfassenden Marché-Sortiment und auf Anhieb ein Renner: Paella nach original spanischem Rezept. Nichts geht jedoch über Röstis, „die sind dort sogar noch beliebter als in der Schweiz“, sagt Altherr.

Seit Eröffnung am 9. Februar wurden nicht weniger als 35.000 Portionen des Kartoffelgerichts verkauft. Prima laufen darüber hinaus Champignonsuppen (26.000) und Hühnerbratwürste (17.000). Für europäische Gaumen ein ungewöhnliches Trio, „doch in Südostasien mag man’s scharf und deftig – solange die Speisen nicht zu salzig sind“, erklärt der CEO. Wider Erwarten wird Salat, in Europa ein Signature-Item, kaum nachgefragt. Gleiches gilt übrigens für knusprige Brotsorten oder Sandwiches.


Die größte Herausforderung für Marché in Singapur ist das Beschaffen frischer Waren. Regionale Erzeuger gibt es dort schlichtweg nicht – wenige Ausnahmen wie Seafood bestätigen die Regel. Deshalb bezieht man einen Großteil (z.B. Salat, Gemüse, Geflügel) aus dem Nachbarland Malaysien; die Kartoffeln kommen aus Kanada und Obst größtenteils vom australischen Kontinent. Schließlich sollen nicht nur Frischeappeal, sondern auch Konsistenz und Geschmack stimmen. „Denn Qualität ist nicht verhandelbar, schon gar nicht in Singapur. Die Locals sind äußerst kritisch und sehr direkt in ihrer Kritik“, so Betriebsleiter Thomas Sjamsul.

Bis Ende des Jahres soll mindestens ein weiteres Restaurant in Asien an Netz gehen – auf Franchisebasis. Und warum dann Eigenregie in Singapur? „Der Betrieb ist unser Flagshipstore in dieser Region, er wird Ausbildungsstation aller jetzigen sowie künftigen Franchisenehmer sein“, erklärt Altherr.

Aktuell betreibt Marché International inklusive Singapur 10 Restaurants in Asien: 8 in Südkorea, wo 1996 das Engagement in Fernost begann, sowie je 1 in Indonesien und Malaysien. Die weiteren Betriebe im Überblick:

  • Schweiz (25): 14 Marchés, 6 Cindy’s Diner,
    4 Mövenpick Autobahnrestaurants, 1 Hotel
  • Deutschland (27): 17 Marchés, 4 Cindy’s Diner,
    4 Mövenpick Flughafenrestaurants, 1 Hotel, 1 Mövenpick Stadt Restaurant
  • Slowenien: 13 Marchés
  • Norwegen: 12 Marchés, 4 Hotels

www.marche-international.com


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