NPD Group

Starkes Wachstum im britischen Delivery-Markt

Der Delivery-Markt in Großbritannien wächst zehn Mal schneller als der Gesamtmarkt. Das ergeben die Zahlen des Marktforschungsunternehmens NPD Group. Der Vertriebskanal Lieferung war demnach im vergangenen Jahr 3,6 Mrd. Pfund stark - ein Plus von 6 Prozent im Vergleich zum Vorjahr. Seit 2008 konnte das Segment wertmäßig um ganze 50 Prozent zulegen.

Während die Besuche im gesamten Außer-Haus-Markt im vergangenen Jahr nur um 1 Prozent auf 11,3 Milliarden wuchsen, stieg die Frequenz bei Delivery-Dienstleistungen um fast 10 Prozent auf 599 Millionen Bestellungen. Ein Großteil (rd. 80 Prozent) davon entfällt auf Fast Food, aber auch mehr und mehr Pubs holen sich über Partnerschaften mit 'Aggregatoren' wie Deliveroo, Just Eat, Hungry House und UberEATS ein wachsendes Stück vom Kuchen. Noch ist ihr Anteil mit gerade einmal 4 % relativ gering, doch die Wachstumsquote betrug im vergangenen Jahr 59 Prozent im Vergleich zum Vorjahr. 

Die Lieferdienstleister, die neben der Bestellung auch den Transport des Essens vom Restaurant zum Kunden übernehmen, sind der Motor hinter dem immer größeren Erfolg des Delivery-Konzepts. Zum Jahresende betrug der Anteil von Delivery-Bestellungen am gesamten britischen Außer-Haus-Markt 5,3 Prozent (2008: 3,5 %).

Der Schwerpunkt liegt dabei auf Dinner-Bestellungen (65 Prozent), während das Geschäft am Mittag (11 Prozent) und Morgen (5 Prozent) noch ausbaufähig ist. 

Beliebt sind die Aggregator-Plattformen vor allem bei den sogenannten Millennials im Alter von 18 bis 34 Jahren. Diese Altersgruppe steht für 15 Prozent der Bestellungen über die Plattformen, im Vergleich zu ihrem 9 Prozent-Anteil an allen Besuchen im AHM.

Der wachsende Delivery-Markt bringt die Branche durcheinander: Der Durchschnittsbon ist NPD zu Folge insgesamt fast 1 Pfund niedriger (6,1 Pfund) als bei im Restaurant verzehrtem Essen (6,9 Pfund). Noch größer ist der Unterschied bei Fullservice-Restaurants: Statt im Schnitt 12 Pfund pro Gast im Restaurant können sie bei Lieferungen im Schnitt nur 6,9 Pfund pro Kunde erzielen, da seltener Vorspeisen, Getränke oder Beilagen bestellt werden. 

www.npdgroup.com

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