USA

Trump stoppt Programm für gesundes Schulessen

Die ehemalige First Lady Michelle Obama hatte sich für gesünderes Essen an Schulen stark gemacht und ein Programm aufgelegt, das den Fett, Salz und Zuckergehalt der Schülerspeisen zurückfährt und deckelt. Die US-Regierung unter Präsident Donald Trump kippt nun die Vorgaben und nimmt einen Teil der gesetzlichen Regelung zurück.

So dürften in den Schulen wieder gesüßte Milchgetränke angeboten werden, berichtet der Deutschlandfunk. Zudem solle der Salzgehalt in den Menüs nicht weiter gesenkt werden, verkündet der neue Landwirtschaftsminister Sonny Perdue. Es bringe nichts, so der Minister, wenn das „gesündere Essen“ den Schülern nicht munde und im Eimer lande. Stattdessen sollen die Zöglinge wieder mit Begeisterung essen.

Regierung stoppt verpflichtetende Ausweisung von Kalorien

Auch Restaurants können sich freuen: Sie werden in absehbarer Zeit nicht dazu verpflichtet, den Kaloriengehalt ihrer Speisen auszuweisen. Die US-Behörde für Lebens- und Arzneimittel stoppte ein entsprechendes Gesetz aus Obamas Zeiten, das ebenso für Fertiggerichte gelten sollte. Gesundheitsexperten kritisieren indes das Vorgehen der Trump-Regierung. Sie setze wirtschaftliche Interessen vor denen der Allgemeinheit.

Jedes sechste Kind übergewichtig

Jedes sechste Kind in den USA ist übergewichtig oder fettleibig, wie die offiziellen Zahlen der US-Gesundheitsbehörden zeigen. Würden sich die Kids und Teens des Landes gesünder ernähren, könnten künftig Gesundheitskosten in Milliardenhöhe eingespart werden. Dies zeige eine Studie der Bloomberg School of Public Health an der Johns-Hopkins-Universität, berichtet Spiegel online.

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