Amazon Go/USA

Konkurrenz für Backshops und Quickservice

Demnächst gibt es 17 Amazon Go Shops, deren besonderer Reiz darin liegt, dass der Kauf-Akt ohne Kassen und Scannen funktioniert.
Mathias Himberg
Demnächst gibt es 17 Amazon Go Shops, deren besonderer Reiz darin liegt, dass der Kauf-Akt ohne Kassen und Scannen funktioniert.

17 Mini-Stores seines hochautomatisierten Formates „Go“ wird der Online-Versandhändler Amazon demnächst in den USA betreiben, berichtet die Lebensmittel Zeitung (dfv). Derzeit gibt es 14 dieser Future Shops, deren besonderer Reiz darin liegt, dass der Kauf-Akt ohne Kassen und Scannen funktioniert. Künstliche Intelligenz generiert auf Basis umfassender Videodaten den Bon.

Wer vermutet, die neue, seit Jahresbeginn 2018 auf dem Markt präsente Supermarkt-Generation stelle vornehmlich eine Konkurrenz für Lebensmitteleinzelhandels-Filialisten dar, liegt nicht ganz richtig. Aufgrund des vielfältigen Food- und Salat-Angebotes wetteifern die Go-Units derzeit vornehmlich mit Backshops, Quickservice- und Convenience-Formeln um die Kunst der Konsumenten.

Wachstum geht weiter

„Keine Schlangen, kein Checkout“, unter diesem Motto setzt Amazon den Rollout seines Hightech-Formates „Go“ Schritt für Schritt fort. Drei weitere Mini-Units, zwei in Chicago und einer in Seattle, mit Verkaufsflächen zwischen 90 und 130 Quadratmetern sollen demnächst eröffnen. In beiden Städten gibt es bereits „Go“-Stores, die anderen befinden sich in San Francisco und New York City. Damit betreibt Amazon dann insgesamt 17 dieser kleinen Convenience Stores in den USA.

Den im Januar 2018 eröffnete Pilotstore hatte der Onlinehändler mit 170 Quadratmetern Fläche ausgestattet, die meisten der später eröffneten sind etwas kleiner, der bisher größte präsentiert sich auf 220 Quadratmetern Shop-Fläche.

Zielgruppe Büroangestellte

Zielgruppe der kleinen Convenience-Units sind ganz klar (auch) Büroangestellte in ihren Pausen sowie vor und nach dem Job. Entsprechend zugeschnitten präsentiert sich das Angebotsportfolio mit Salaten, Sandwiches, Mikrowellen-Offerten, Bagels, Joghurts, Softdrinks und auch Süßigkeiten.

Kaufvorgang: schnell und einfach

Der Kaufvorgang ist denkbar einfach, das ist der Dreh- und Angelpunkt der „Go“-Shops: Produkte aus dem Regal holen, direkt in die private Einkaufstasche legen, mit der Ware aus dem Laden gehen. Jede Bewegung der Kunden wird dabei von Kameras und Sensoren erfasst und ausgewertet. Waagen in den Regalen unterstützen den Informationsfluss. Die Amazon-Software erstellt ohne Ausgangskontrolle den Bon und zieht den Betrag vom Amazon-Kundenkonto ein. Beim Betreten des Stores musste der Kunde lediglich per Smartphone einchecken und sich somit identifizieren.

Technischer USP

Der für Amazon entscheidende Schritt und die besondere Raffinesse dieser gesamten Technik liegt letztendlich in der intelligenten Zusammenführung und die Echtzeit-Auswertung per Software der durch die von Amazon speziell entwickelte technische Kombination von Sensor Fusion und Computer Vision.


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