Aquaponik

Wiener Start-up setzt auf nachhaltige Fischzucht

Das Kreislaufprinzip im Schema: Aquaponik verknüpft Fischzucht und Gemüseanbau.
Quelle: Unternehmen
Das Kreislaufprinzip im Schema: Aquaponik verknüpft Fischzucht und Gemüseanbau.

Das Wiener Start-up Blün produziert Fisch und Gemüse in der ersten Aquaponik-Anlage Österreichs. Der Begriff steht für ein  geschlossenes Kreislaufverfahren. Versorgt werden neben Endverbrauchern auch namhafte Gastronomen mit Wels und Barsch aus eigener Aufzucht sowie Gemüse. Gegründet wurde der Aquaponik-Betrieb im Oktober 2016 von vier jungen Land- und Forstwirten aus Wien.

„Als wir im Jänner 2017 mit dem Bau der Anlage begonnen und im April dann die ersten Jungwelse gesetzt haben, hatten wir natürlich konkrete Pläne, aber dass wir nur eineinhalb Jahre später auch namhafte Wiener Köche von unserem Produkt begeistern, wagten wir da nicht zu träumen“, sagt Blün-Mitgründer Gregor Hoffmann. So zählt unter anderem das Restaurant Heuer am Karlsplatz in Wien zu den B2B-Kunden.

In der Blün-Aquaponik-Anlage werden jährlich 12 t Fisch und 10 t Fruchtgemüse (Tomaten, Gurken, Paprika, Melanzani, Chili) produziert. Neben dem Direktvertrieb gibt es die Produkte von Blün es mittlerweile auch bei ausgewählten Handelspartnern wie Meinl am Graben. Demnächst wird außerdem der eigene Onlineshop ans Netz gehen.


Was ist Aquaponik?

Bei einer Aquaponik Anlage handelt es sich um die Kombination einer geschlossenen Kreislaufanlage zur Fischproduktion und einer Hydroponikanlage zur Pflanzenzucht, zum Beispiel für Gemüse und Kräuter. Bei dieser Form der Aquakultur wird das Abwasser gleich zur Düngung des Gemüses verwendet. Die Fisch- und die Gemüseproduktion werden quasi zusammengeschlossen.



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