China

Markt für Fleischalternativen wächst

Starbucks bringt in China unter anderem eine Beyond Meat Lasagne und einen Berries Oatmilk Black Tea Macchiato auf den Markt.
Starbucks
Starbucks bringt in China unter anderem eine Beyond Meat Lasagne und einen Berries Oatmilk Black Tea Macchiato auf den Markt.

Starbucks, KFC und Pizza Hut - in den vergangenen Monaten haben große Namen der US-amerikanischen Quickservice-Gastronomie in China pflanzenbasierte Fleischalternativen auf ihre Speisekarte gehoben. Zudem schießen im Reich der Mitte eigene Hersteller aus dem Boden.

Bereits im April 2020 verkündete Coffeehouse-Gigant Starbucks die Aufnahme von pflanzlichen Produkten in sein Angebot, darunter Offerten der Marken Beyond Meat, Oatly und Omnipork. Bei letzterem handelt es sich um ein Hongkonger Start-up, welches fleischfreie Alternativen zu Schweinefleisch auf Soja-, Erbsenprotein-, Shiitake- und Reisbasis herstellt.

Aktuell gibt es auf dem Starbucks China-Menü drei verschiedene Gerichte mit Beyond Meat-Produkten: die Beyond Meat Pesto Pasta, die Beyond Meat Classic Lasagna und den Beyond Meat Spicy & Sour Wrap. Omnipork schafft es zudem mit zwei Gerichten auf die Karte: einem Vietnamese Style Noodle Salad und der Mushroom Sauce Grain Bowl. Die Einführung der Hafermilch von Oatly begleitet die Coffeehouse-Marke ebenfalls mit drei limitierten Getränkespezialitäten: einem Oatmilk Latte, einem Oatmilk Matcha Latte und einem Berries Oatmilk Black Tea Macchiato.

Auch Yum! Brands kooperiert mit Beyond Meat

Anfang Juni 2020 verkündete außerdem die Restaurantgruppe Yum! China ihre Zusammenarbeit mit Beyond Meat im Reich der Mitte. In einem dreitägigen Testlauf servierten fünf KFC-Restaurants in Peking, Chengdu, Hangzhou und Shanghai ihren Gästen den Beyond Meat Burger. Die Pizza-Marke Pizza Hut testet das fleischfreie Burgerangebot ebenfalls temporär mit einem Kombimenü in sechs Restaurants in Shanghai, während das Taco-Konzept Taco Bell einen limitierten Beyond Meat Taco in drei Stores in Shanghai offerieren wird.

"Wir sehen großes Potenzial für den pflanzlichen Fleischmarkt in China", erklärte Joey Wat, CEO von Yum! China. "Die neueste Einführung für die Marken KFC, Pizza Hut und Taco Bell wird uns wertvolles Kundenfeedback liefern, welches wir für zukünftige Rollouts in größerem Maßstab nutzen können."

Sebastian Joy, CEO der Ernährungsorganisation ProVeg, bestätigt die Einschätzung des Yum China CEO's. "
Der asiatische Markt bewegt sich in Richtung pflanzliche Produkte. Auch die Wirtschaft erkennt das großartige Potenzial dieses gigantischen Wachstumsmarktes. Wir sehen hier gerade den Beginn einer Gezeitenwende."

Lokale Anbieter starten durch

Neben den Produktpromotionen US-amerikanischer Gastro- und Foodservice-Marken gibt es durchaus auch lokale Player, die auf den chinesischen Markt drängen. So ging beispielsweise das chinesische Start-up Starfield, welches pflanzenbasiertes Hackfleisch aus Meeresalgenprotein produziert, im April 2020 eine Kooperation mit mehreren großen chinesischen Gastronomieketten ein. Einer der Unterstützer des Unternehmens ist die Investmentfirma Dao Foods, die unlängst selbst die Gründung eines neuen Protein-Start-up-Inkubators verkündete.

Das britische Marktforschungsunternehmen Euromonitor prophezeite 2018 das der chinesische Markt für pflanzenbasierte Produkte bis 2023 auf ein Volumen von 12 Mio. US-Dollar anwachsen wird. Die aktuelle Coronavirus-Pandemie, so sind sich Experten sicher, könnte die Nachfrage nach Fleischalternativen sogar noch verstärken. 




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