Danny Meyer

No-Tip-Modell wird aufgegeben

Danny Meyer rückt von der No-Tip-Poiltik ab.
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Danny Meyer rückt von der No-Tip-Poiltik ab.

Der US-Gastronom Danny Meyer gilt als Pionier des No-Tip-Modells. Nach dem Re-Start seiner Restaurants in den USA will er diese Praxis nun aber wieder aufgeben.

Danny Meyer (Shake Shack, Union Square Hospitality Group) veröffentlichte auf der Plattform LinkedIn einen offenen Brief. Darin teilte er mit, dass das sogenannte No-Tip-Modell in seinen Restaurants nicht weiter aufrechtgehalten werden kann.
Meyer schreibt, die meisten Restaurants in den USA erzielten weniger als die Hälfte ihrer Einnahmen aus der Zeit vor der Pandemie. Um Mitarbeiter halten zu können, müsste deshalb das No-Tip-Modell aufgelöst werden.

80 Prozent entlassen

Danny Meyers Union Square Hospitality Group schloss ihre US-Restaurants im März. 2.000 Mitarbeiter wurden entlassen – etwa 80 Prozent der Belegschaft. Mittlerweile konnte zumindest ein Teil der entlassenen Mitarbeiter laut New York Times wieder eingestellt werden.

Mehr Geld für Mitarbeiter

Die Auflösung des No-Tip-Modells, das die Gruppe vor rund fünf Jahren eingeführt hatte, ist laut Danny Meyer notwendig, da die Einnahmen in allen Bereichen des Gaststättengewerbes rückläufig sind und es durch Trinkgelder immerhin eine Möglichkeit gebe, mehr Geld für die Mitarbeiter zu aquirieren.

Laut Studien fördert die Trinkgeld-Politik in den USA die Ausbreitung von Rassismus, Sexismus, Belästigung und Ausbeutung. Auch wenn das No-Tip-Modell nun zumindest vorerst wieder aufgegeben wird, will sich der einflussreiche Branchen-Player Danny Meyer weiterhin für gerechte Zahlung im Gastgewerbe in den USA einsetzen.


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