Delivery

Amazon zieht sich aus Restaurantgeschäft zurück

Amazon konzentriert sich zukünftig auf den Lebensmittel-Lieferservice.
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Amazon konzentriert sich zukünftig auf den Lebensmittel-Lieferservice.

Ende Juni ist Schluss. Dann stellt der E-Commerce-Riese Amazon seine Delivery-Angebote Amazon Restaurant und Daily Dish auch in den USA endgültig ein. Zukünftig teilen sich den Markt die vier Mitbewerber Uber, Grubhub, Postmates und Doordash.

Bereits im Dezember vergangenen Jahres hatte Amazon das Delivery-Geschäft in Großbritannien aufgegeben. Jetzt wird der Service komplett eingestellt. Neben Amazon Restaurant ist auch der Lunch-Delivery-Service Daily Dish betroffen. Damit ist das Experiment nach nicht einmal vier Jahren wieder beendet. Ursprünglich 2015 gegründet, um Verbrauchern die Lieferung aus nahe gelegenen Restaurants zu ermöglichen, war Amazon Restaurant bis zu dem nun bevorstehenden Ende in insgesamt 20 Märkten erhältlich.

Für das Aus gibt es mehrere Gründe. Neben dem späten Einstieg in den Delivery-Markt, nennt das Magazin Business Insider auch die Exklusivität des Services, der nur für Amazon Prime-Mitglieder zugänglich war, als ein mögliches Kriterium. In einer Erhebung des Technologieunternehmens Second Measure aus dem April 2019 zu den meist genutzten Food-Delivery-Services in den USA landete Amazon gemeinsam mit weiteren Anbietern in der Kategorie "Other" zudem nur bei 7 Prozent. Die restlichen 93 Prozent des Marktes teilten sich die Anbieter Uber, Grubhub, Postmates und Doordash.

Allerdings zieht sich das E-Commerce-Unternehmen nicht vollständig aus dem Food-Delivery-Markt zurück. So beteiligte sich Amazon zum Beispiel an einer kürzlich abgeschlossenen Finanzierungsrunde des britischen Anbieters Deliveroo, bei der dieser knapp 575 Mio. US-Dollar einsammelte. Zusätzlich will sich das Unternehmen zukünftig auf das Lebensmittel-Lieferservice-Geschäft und den Ausbau der Marke Amazon Fresh konzentrieren.



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