Delivery UK & Irland

Uber Eats deckelt Gebühren für Restaurants

UberEats deckelt die Kosten für Restaurants.
UberEats
UberEats deckelt die Kosten für Restaurants.

In Großbritannien und Irland konkurrieren die Essens-Lieferdienste Uber Eats, Deliveroo und Just Eats. Um Marktanteile zu gewinnen, senkt Uber Eats die Gebühren für Restaurants und erweitert sein Geschäftsmodell. Das berichtet die Financial Times.

Demnach deckelt Uber Eats die Gebühren, die ein Restaurant pro Bestellung zahlt, auf maximal 30 Prozent. Bislang verlangte Uber Eats bis zu 35 Prozent. Außerdem führt Uber Eats in Großbritannien, Irland und den Niederlanden ein Marktplatz-Modell ein, bei dem sich auch Restaurants listen lassen können, die ihr Essen selbst ausliefern und dafür weniger Provision zahlen. Bislang wurden Bestellungen von Uber Eats ausschließlich mit eigenen Fahrern ausgefahren. 

Vor allem das Marktplatz-Modell sei ein "erster Schritt zu weiterer internationaler Expansion", zitiert die Financial Times Rodrigo Arévalo, bei Uber Eats zuständig für in Europe, the Middle East and Africa. Der größte Konkurrent auf der Insel, Just Eat, vermittelt Bestellungen über ein solches Modell. Auch Deliveroo führte mit "Marketplace+" 2018 ein solches Vermittlungsmodell ein. In der Branche gilt die reine Vermittlung von Bestellungen als wirtschaftlich deutlich lukrativer als die Auslieferung mit eigenen Fahrern und der damit verbundene Aufwand für den Aufbau und Erhalt der Logistik.

Virtuelle Restaurants und dunkle Küchen

Sowohl Uber Eats als auch Deliveroo testen zudem neue Geschäftsmodelle für den Liefermarkt. Mit dem Programm "Virtual restaurants" ermutigt Uber Eats Restaurants, ungenutzte Küchenkapazitäten auszulasten, indem sie zusätzlich für den Lieferdienst optimierte Speisen anbieten. Laut Uber sollen weltweit 2.000 Restaurants an dem Programm teilnehmen.

Deliveroo geht sogar noch einen Schritt weiter und betreibt in Großbritannien die sogenannten Deliveroo Editions. Diese oft provisorischen Küchen ohne Gastraum liegen meist verkehrsgünstig und produzieren besonders zu Stoßzeiten nur für die Nachfrage des Liefermarkts, oft in Lizenz bekannter Restaurant-Marken.

Uber Eats wichtig für den Börsengang

Die Lieferdienst-Sparte Uber Eats ist ein wichtiges Standbein des Fahrdienstes Uber. Vor allem, um für den in Bälde erwarteten Börsengang Investoren zu überzeugen. Trotz der hohen Konkurrenzsituation ist Uber Eats die einzige Sparte des Unternehmens, die neben dem Kerngeschäft der Fahrdienste signifikantes Wachstum vorweisen kann, schreibt die Financial Times. 

Für das Jahr 2019 will Uber nach eigenen Angaben weltweit Bestellungen im Wert von 10 Mrd. US-Dollar ausliefern. Im Jahr 2018 lag dieser Wert nach eigenen Angaben bei 6 Mrd. US-Dollar.

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