Do & Co

15-Jahresvertrag mit Turkish Airlines

Die österreichische Restaurant- und Catering-Company Do & Co baut mit dem 15-Jahresvertrag mit Turkish Airlines ihr umsatzstärkstes Segment aus.
Turkish Airlines
Die österreichische Restaurant- und Catering-Company Do & Co baut mit dem 15-Jahresvertrag mit Turkish Airlines ihr umsatzstärkstes Segment aus.

Das international tätige Restaurant- und Catering-Unternehmen Do & Co präsentiert mit dem 15-Jahresvertrag mit Turkish Airlines den dritten Großauftrag binnen weniger Monate, nach zwei großen Deals mit British Airways und Iberia Ende 2018.

Damit baut Do & Co sein umsatzstärkstes Segment Airline-Catering weiter aus, das in den ersten drei Quartalen des laufenden Geschäftsjahres ein Plus von 2,5 Prozent auswies. Nur der Bereich Formel 1 und Fußball wuchs stärker (+3,2 %), das Segment Restaurants, Lounges und Hotels hingegen lag deutlich im Minus (-27,6 %).

"Die Do & Co Aktiengesellschaft gibt bekannt, dass die THY Do & Co İkram Hizmetleri A.Ş., eine gemeinsame Gesellschaft von Do & Co und Türk Hava Yollari A.O (Turkish Airlines), mit Turkish Airlines einen Cateringvertrag für alle Inlandsflüge, internationalen Flüge und Charterflüge von Turkish Airlines von Flughäfen in der Türkei für die Dauer von 15 Jahren unterzeichnet hat", so die offizielle Mitteilung des österreichischen Caterers zum Deal mit der türkischen Fluglinie.

Zudem sehe die Vereinbarung den Verkauf des Hotels in Istanbul von Do & Co an Turkish Airlines vor. Noch steht die Durchführung der Transaktionen unter dem Vorbehalt aufschiebender Bedingungen, insbesondere der Freigabe durch die zuständigen Wettbewerbsbehörden.

Im Rennen um LSG Sky Chefs

Ein weiterer Coup könnte die Übernahme der LSG Sky Chefs sein, die die Lufthansa veräußern möchte. Neben Do & Co stehen Sats mit Sitz in Singapur, führender Anbieter von Gateway Services und Food Solutions in Asien, und der Schweizer Airline-Caterer Gategroup/Gate Gourmet im Ring. Doch dürfte die Entscheidung noch eine Weile auf sich warten lassen.

Quartale eins bis drei im Minus

Ende März wiesen die Zahlen der Do & Co der ersten drei Quartale des Geschäftsjahres (Stichtag 31. März) ein Minus von 3 Prozent gegenüber Vorjahreszeitraum aus. Den Verlust begründet Do & Co damit, dass zum 31. März 2018 das Zugcatering der Österreichischen Bundesbahnen beendet wurde. Als Neukunde gewann Do & Co den Getränkehersteller Red Bull. Seit Dezember 2019 bewirtschaftet der Caterer dessen neues Betriebsrestaurant.

Airline-Catering umsatzstärktes Segment

Umsatzstärkstes Segment des Unternehmens ist Airline-Catering. Hier konnte der Umsatz um 2,5 Prozent auf 452,83 Mio. Euro gesteigert werden. Das Geschäft in Deutschland war rückläufig, in erster Linie wegen der Insolvenz der Niki-Muttergesellschaft Air Berlin. Wachstum bescherte auch das Geschäftsfeld International Event Catering (+3,2 % auf 107,14 Mio. Euro). In München baut Do & Co zudem das Event Business aus und übernimmt das Catering für sämtliche VIP und Public-Bereiche sowie Restaurants für die neue Sporthalle der Eishockey-Profis des EHC Red Bull München und die Basketballer des FC Bayern München ab der Spielsaison 2021. Bis zu 11.500 Zuschauer werden in der neuen Spielstätte Platz finden.

Ende 2020 soll zudem die neue "FC Bayern Welt" unweit des Münchner Marienplatzes eröffnen. Als Partner soll Do & Co in der "FC Bayern Welt" für das bayerische und das internationale Restaurant, das Boutique-Hotel sowie für die gesamte Event-Location verantwortlich zeichnen. Das börsennotierte Unternehmen aus Wien vereint bereits die gesamte Hospitality in der Allianz Arena unter sich. Attila Dogudan, Vorstandsvorsitzender Do & Co, sagte dazu: "Das Projekt hat eine große emotionale Bedeutung für uns.“


stats