EU-Kommission

Maßnahmenpaket zu Plastikgeschirr-Verbot

Im Visier der EU-Kommission: Plastikstrohhalme.
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Im Visier der EU-Kommission: Plastikstrohhalme.

Die EU-Kommission hat am 28.05.’18 ihre Pläne zum EU-weiten Verbot von Plastikgeschirr konkretisiert. Im vorgestellten Maßnahmenpaket werden zehn Produkte gelistet, die in den 28 Mitgliedsländern verboten werden sollen, darunter Plastikgeschirr, -besteck, -trinkhalme usw. Auch das Take-away-Segment in der Gastronomie ist neben dem Groß- und Einzelhandel vom künftigen Verbot betroffen.

Bereits seit einigen Wochen ist der Entwurf bekannt und wurde medial diskutiert. Die EU-Kommission sieht die geplante Maßnahme als dringend notwendig an, um die großen Mengen von Plastikabfall in den Weltmeeren und in der Umwelt einzudämmen, die kaum biologisch abbaubar seien und deren kleinste Partikel in der Nahrungskette landen.

Zum geplanten Maßnahmenpaket soll es außerdem eine Richtlinie geben. Da der Vorschlag die Zustimmung einer Mehrheit der Mitgliedsstaaten und des EU-Parlaments benötigt könnten bis zur Verabschiedung und Umsetzung noch Jahre vergehen.

Bis 2025 wird als Zielmarke anvisiert, mindestens 90 % der Plastikgetränkeflaschen zur Verwertung getrennt zu sammeln. Ab 2030, so hoffen die Experten, sollen alle Kunststoffverpackungen EU-weit recyclingfähig sein. Die EU-weit genutzten und weggeworfenen Kunststoff-Mengen sind erheblich: Nach Angaben der EU-Kommission summieren sich allein in der EU die Volumina an Plastikmüll auf rund 25 Mio. t jährlich. Zur Wiederverwertung gelangen weniger als 30 % davon.

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