Übernahme

Nestlé kauft Starbucks-Retail-Sparte für 7,15 Mrd. US-$

Starbucks füllt beispielsweise Cold Brew in Flaschen ab und verkauft diesen in Supermärkten.
Starbucks
Starbucks füllt beispielsweise Cold Brew in Flaschen ab und verkauft diesen in Supermärkten.

Die Rechte für das Geschäft mit Bohnen und fertigen Kaffeegetränken, die unter dem Label Starbucks in Supermarkt- und Convenience-Regalen stehen, übernimmt der Nestlé-Konzern von der weltweit größten Kaffeebar-Kette mit Sitz in Seattle. 

Beide Unternehmen bestätigten am Montagmorgen die Gerüchte, die seit dem Wochenende kursierten. Der Schweizer Blog ‚Inside Paradeplatz‘ berichtete als erstes von dem geplanten Deal und berief sich auf Insider-Kreise. Nestlé bezahlt laut Medienmitteilung 7,15 Mrd. US-$ in bar.

Starbucks erzielte mit der Retail-Sparte einen Jahresumsatz von rund 2 Mrd. US-$. Der Deal beinhaltet die Rechte für den Verkauf von Kaffee- und Teeprodukten unter den Marken Starbucks, Seattle's Best Coffee, Starbucks Reserve, Teavana, Starbucks Via und Torrefazione Italia im Außer-Haus- und Retail-Segement.

"Die Transaktion ist ein bedeutender Schritt für unser Kaffeegeschäft, die Kategorie mit dem größten Wachstum", sagte Mark Schneider, CEO, Nestlé. Neben Nescafé und Nespresso vereine der Konzern drei Kultmarken in Sachen Kaffee. Starbucks verabschiedete sich im November 2017 bereits von seiner Teemarke Tazo. Diese ging für rund 385 Mio. US-$ an die Nestlé-Konkurrenz Unilever.

Der Schweizer Nestlé-Konzern kaufte hingegen im Kaffeesegment zu und hat unter anderem die Third-Wave-Kaffeekette Blue Bottle Coffee in den USA übernommen. Diese ist mit ihren Kaffeespezialitäten wie Cold Brew in Flaschen bereits stark in Supermärkten vertreten.

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