Großbritannien

Costa Coffee hat den High Street Blues

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Während der Mutterkonzern Whitbread die Ausgliederung der Marke vorbereitet, leidet Europas größte Kaffeebarkette Costa Coffee unter sinkenden Umsätzen. Im ersten Quartal 2018 fielen die Erlöse in bestehenden Stores in Großbritannien um 2 % (Q4/17: -0,3 %) und zogen damit das Ergebnis des ganzen Unternehmens auf bestehender Fläche um 1,3 % nach unten. Die Gesamterlöse entwickelten sich dagegen sowohl beim Whitbread-Konzern (+3,2 %) und Costa (+4,9 %) positiv.

Whitbread hatte im Frühjahr angekündigt, die Kaffeebarkette vom Konzern abzuspalten und als eigenständige Einheit zu führen. Vor allem der Investor Elliott hatte Medienberichten zufolge auf diesen Schritt gedrängt. Seither haben mehrere Private Equity-Firmen Interesse an Costa Coffee gezeigt, die Rede ist von einem möglichen Verkauf für rund 3 Mrd. Pfund. 



Costa Coffee ist mit knapp 3.000 Standorten die meistdistribuierte Kaffeebar-Marke in Europa. Das Unternehmen ist in 14 europäischen Märkten vertreten, 2.400 Units stehen im Heimatmarkt UK. Die aktuelle Schwäche in Großbritannien führen Analysten auf die generellen Schwierigkeiten im britischen Retail-Sektor zurück. Steigende Kosten und sinkendes Verbrauchervertrauen haben bereits mehrere prominente Marken, darunter Jamie's Italian und Carluccio's zu Store-Schließungen veranlasst.

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