"Jahrundertkoch" tot

Joël Robuchon mit 73 Jahren gestorben

Joël Robuchon, Sternekoch und Botschafter der französischen Küche, ist im Alter von 73 Jahren in Genf verstorben. Der französische Pressesprecher Benjamin Griveaux gab den Tod und Beileidsbekundungen über Twitter bekannt. Mehrere Medien bestätigten die Meldung.

Tweet zum Tod von Joël Robuchon von Benjamin Griveaux

Robuchon eröffnete sein erstes Lokal Jamin 1981 in Paris, 1984 wurde es mit der höchsten Kategorie von drei Sternen des Michelin-Gastronomieführers ausgezeichnet. Heute gilt Robuchon als der Koch mit den meisten Michelin-Sternen: Laut seiner Website Le Monde du Joël Robuchon vereinen die zur Gruppe gehörenden Restaurants 25 der renommierten Sterne auf sich. 1989 verlieh der Gault Millau Robuchon den Titel "Koch des Jahrhunderts", zusammen mit Paul Bocuse, Eckart Witzigmann und Frédy Girardet. 

Neben verschiedenen Einzelkonzepten fungierten vor allem die Restaurants unter dem Motto L'Atelier du Joël Robuchon als Botschafter der französischen Küche. Allerdings mit einem Sitzkonzept, für das sich Robuchon unter anderem von japanischen Sushibars inspirieren ließ: Die Gäste sitzen statt an Tischen an einer Theke direkt an der offenen Küche, in der die von Robuchon kreiierten Speisen zubereitet werden. 40 Sitzplätze hat ein L'Atelier typischerweise.

Heute gibt es das Konzept zwei Mal in Paris. Weitere L'Ateliers sind in Bangkok, Hong Kong, Las Vegas, London, Montreal, New York, Schanghai, Taipei und Tokio. Drei Viertel der Standorte sind mit mindestens einem Michelin-Stern bewertet, der in Hong Kong sogar mit derer drei.

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