Jamie Oliver

Starkoch partnert mit Aramark

Starkoch Jamie Oliver will gemeinsam mit Contract Caterer Aramark an Universitäten, in Krankenhäusern und in Unternehmen Restaurants eröffnen.
Flughafen Wien, Archiv
Starkoch Jamie Oliver will gemeinsam mit Contract Caterer Aramark an Universitäten, in Krankenhäusern und in Unternehmen Restaurants eröffnen.

Die Jamie Oliver Restaurant Group hat eine auf zehn Jahre angelegte Partnerschaft mit Business Caterer Aramarkt bekannt gegeben. Ziel ist, die Konzepte aus der Feder des britischen Starkochs an Universitäten, Arbeitsplätzen und Krankenhäusern in Großbritannien und Nordeuropa zu etablieren. Die Kette Jamie's Italian war in den vergangenen Monaten durch finanzielle Probleme und zahlreiche Schließungen in die Schlagzeilen geraten. 

An den Standorten des Contract Caterers sollen unter anderem die Marken Jamie's Italian und Jamie's Deli installiert werden, erklärte die Jamie Oliver Group. Denkbar seien aber auch exklusiv für Aramark entwickelte Formate. Gemeinsam will man so vor allem jüngere Leute für die Konzepte begeistern.

Der erste Kooperationsstandort soll bereits im Sommer eröffnen, weitere sind in der Pipeline, erklärte Jon Knight, CEO der Jamie Oliver Restaurant Group, dem britischen Fachmediem Big Hospitality. Die Wachstumspläne seien durchaus aggressiv. "Innerhalb von 12-18 Monaten wollen wir in puncto Outlets im zweistelligen Bereich sein." 

"Ernährungsrevolution" jenseits der High Street

Jamie Oliver engagiert sich in Großbritannien schon lange für eine Verbesserung der Schulverpflegung. Der Schritt an Universitäten und an Arbeitsplätze sei Teil dieser Bemühungen, so der Starkoch. "Die von uns angestrebte Systemveränderung und 'Ernährungsrevolution' soll nicht nur an der High Street stattfinden."

Die Ankündigung der Expansionspläne kommt zu einem überraschenden Zeitpunkt: Seit Januar wurden im Königreich 12 von 37 Restaurants der Marke Jamie's Italian wegen wirtschaftlicher Schwierigkeiten geschlossen. Auch die beiden Premium-Steakhäuser der Marke Barbecoa in London stellten ihren Betrieb kürzlich ein. 

"Der Deal mit Aramark bedeutet für uns die Chance, unser Geschäft auch jenseits der aktuell schwierigen Bedingungen an der High Street auszubauen", erklärt Jon Knight. "Der Markt dort ist extrem hart umkämpft, deshalb bemühen wir uns, an anderen Standorten unser Publikum zu finden." Auch Verkehrslocations seien nach wie vor eine interessante Option, selbst neue Restaurants in High Street-Lagen nicht ausgeschlossen. 



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